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Dark Drehorte: 17 Orte, Zugang und ehrliche Quellenlage

Emilia Emil12 Min. Lesezeit
Holzkapelle des Südwestkirchhofs Stahnsdorf
Holzkapelle des Südwestkirchhofs Stahnsdorf, in Dark die Kirche von Winden. Foto: Assenmacher, CC BY-SA 4.0
In diesem Artikel
  1. Wo wurde Dark gedreht?
  2. Wo ist die Höhle aus Dark in echt?
  3. Wo stehen die Brücke und die alten Gleise aus Dark?
  4. Wo ist die Kirche aus Dark?
  5. Wo wurde das zerstörte Winden gedreht?
  6. Wo steht das Haus der Kahnwalds?
  7. Wo ist das Hotel aus Dark?
  8. Welche weiteren Dark Drehorte gibt es in Berlin und Brandenburg?
  9. Kann man alle Dark Drehorte besuchen?
  10. Was ist Winden in Wirklichkeit?
  11. Häufige Fragen zu den Dark Drehorten
  12. Quellen
  13. Weiterlesen auf Sharp Magazine

Winden gibt es nicht. Wer die Netflix-Serie Dark gesehen hat, kennt das regnerische Städtchen mit dem Atomkraftwerk, der Höhle und der Kirche auf dem Friedhof – doch keine dieser Kulissen steht in einem Ort namens Winden. Die Serie wurde fast vollständig in Berlin und Brandenburg gedreht, ergänzt um eine echte Höhle im Harz und um Studioaufnahmen in Potsdam-Babelsberg. Dieser Artikel zeigt alle wichtigen Dark Drehorte, sagt ehrlich dazu, was Sie besuchen können – und was nicht.

Wo wurde Dark gedreht?

Dark ist die erste Serie, die Netflix in Deutschland entwickelt und produziert hat. Die Schöpfer Baran bo Odar und Jantje Friese drehten drei Staffeln mit insgesamt 26 Folgen, die zwischen dem 1. Dezember 2017 und dem 27. Juni 2020 erschienen. Für alle drei Staffeln wurde laut Regisseur Baran bo Odar an insgesamt 438 Tagen mit 95 Darstellern und 549 Mitarbeitern gedreht. Gedreht wurde überwiegend in Berlin und im umgebenden Brandenburg sowie in den Filmstudios der CCC-Film und später in Babelsberg. Die Serie wurde nicht episodisch gedreht: Jeder Drehort wurde vollständig abgedreht und danach nicht erneut besucht. Das erklärt, warum die Orte so weit verstreut liegen – von Stahnsdorf im Südwesten Berlins bis nach Scharzfeld im Harz.

Wichtig für jeden Besuch: Winden ist eine fiktive Stadt. Es gibt keinen Ort, an dem Sie „in Winden“ stehen könnten. Was Sie besuchen können, sind die echten Schauplätze, aus denen das Filmteam Winden zusammengesetzt hat – und einige davon sind privat, eingezäunt oder längst abgebaut. Die Übersicht unten nennt bei jedem Ort den Zugang ehrlich.

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Dark im ÜberblickAngaben
SerieDark (Netflix, Mystery-Drama)
SchöpferBaran bo Odar und Jantje Friese
Staffeln und Folgen3 Staffeln, 26 Folgen
Veröffentlichung1. Dezember 2017 bis 27. Juni 2020
DrehregionBerlin und Brandenburg, Höhle im Harz, Studios in Babelsberg
Drehtage438 Tage für alle drei Staffeln
AuszeichnungGrimme-Preis 2018

Wo ist die Höhle aus Dark in echt?

Die Höhle ist das Herz der Serie: Durch ihr Tunnelsystem reisen Jonas und die anderen Figuren zwischen den Zeiten. Für die wenigen Aufnahmen innerhalb der Höhle wählte das Team die Einhornhöhle bei Scharzfeld im Harz aus. Sie ist die größte Besucherhöhle im Westharz und seit 2017 Informationszentrum des UNESCO-Geoparks Harz. Die Schauhöhle ist rund 270 Meter lang und wird nur im Rahmen von Führungen gezeigt; die Saison läuft von April bis Oktober. Wer die Höhle aus Dark sehen will, besucht also eine echte, begehbare Höhle – allerdings ohne Zeitreise-Tunnel.

Dark Drehorte: Blaue Grotte der Einhornhöhle bei Scharzfeld
Die Blaue Grotte der Einhornhöhle bei Scharzfeld, Drehort für die Höhlenaufnahmen in Dark. Foto: Unicorncave, CC BY-SA 4.0

Der berühmte Höhleneingang selbst ist dagegen kein echter Ort. Die Szenen vor dem Eingang sowie die Waldhütte der Doppler-Familie wurden im Wald zwischen Tremsdorf und Saarmund in Brandenburg gedreht. Der Eingang wurde am Originalschauplatz als Kulisse aufgebaut, während die meisten Innenaufnahmen im Studio stattfanden. Nach den Dreharbeiten wurde die Kulisse abgebaut. Der Höhleneingang aus Dark existiert daher heute nicht mehr und kann nicht besucht werden. Auch die Waldwege um Tremsdorf und Saarmund sind öffentlicher Wald, doch ohne die Kulisse steht dort nur noch Wald – ein Ausflug lohnt sich wegen der benachbarten Drehorte im Dreilinden-Gebiet, nicht wegen eines Eingangs, den es nicht mehr gibt.

Ein weiterer Trick gehört zur Ehrlichkeit dazu: Das Atomkraftwerk mit den zwei markanten Kühltürmen wurde bis auf das Haupttor vollständig als 3D-Modell im Computer erschaffen. Wer in Rüdersdorf nach den Kühltürmen sucht, wird sie nicht finden – dort stand nur das Industriegebäude, das als zerstörtes Kraftwerk diente.

Wo stehen die Brücke und die alten Gleise aus Dark?

Die Brücke und die alte Schienentrasse, bei der sich Jonas in der ersten Folge mit seinen Freunden trifft, befinden sich bei Dreilinden im Düppeler Forst, an der ehemaligen Bahnstrecke Wannsee–Stahnsdorf. Die Strecke war bis zum Mauerbau 1961 als Friedhofsbahn in Betrieb; heute liegen die Gleise teilweise noch im Wald. Der Königsweg führt über die alte Trasse, und die Gegend ist frei zugänglich. Für Fans der Dark Drehorte ist dieser Ort einer der lohnendsten: Brücke, Gleise und Waldwege sind alle noch da und lassen sich zu Fuß erreichen.

Alte Friedhofsbahn-Trasse unter der Königswegbrücke bei Dreilinden
Alte Friedhofsbahn-Trasse bei Dreilinden im Düppeler Forst, Treffpunkt der Freunde in der ersten Folge. Foto: Andreas Lippold, CC BY-SA 4.0

In derselben Gegend liegt auch der ehemalige Kontrollpunkt Dreilinden mit der Teltowkanalbrücke. Dort stand der abgestellte Wohnwagen von Bernadette Wöller. Der Kontrollpunkt erinnert an die deutsche Teilung: Hier verlief einst die Transitstrecke zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik. Auch dieser Ort ist von außen frei zugänglich und lässt sich gut mit einem Spaziergang zu den Gleisen und zum Südwestkirchhof verbinden.

Wo ist die Kirche aus Dark?

Der Südwestkirchhof Stahnsdorf mit seiner hölzernen Friedhofskapelle diente als Kulisse für den Friedhof von Winden. Die Kapelle im norwegischen Stabkirchenstil wurde 1908 bis 1911 erbaut. Der Friedhof selbst wurde am 28. März 1909 eröffnet und ist mit 206 Hektar der zweitgrößte Friedhof Deutschlands. Er ist tagsüber für Besucher geöffnet, und die Kapelle gehört zu den bekanntesten Fotomotiven des Ortes. Wer die Kirche aus Dark sucht, findet hier das Original: Die Holzkirche mit ihrem spitzen Turm ist in der Serie als Windener Kirche zu sehen.

Der See, in dem Martha, Jonas, Franziska und Magnus in der zweiten Staffel schwimmen gehen, wurde an den Nudower Fischteichen in Szene gesetzt. Die Teiche liegen südlich von Berlin und sind ein ruhiges Ausflugsziel – allerdings kein Badesee mit Infrastruktur, sondern eine Teichlandschaft. Planen Sie den Besuch als Spaziergang, nicht als Badetag.

Wo wurde das zerstörte Winden gedreht?

Am nördlichen Stadtrand von Potsdam befindet sich die ehemalige Kaserne Krampnitz. Sie diente als Kulisse für das postapokalyptische Winden. Das Gelände war eine sowjetische Kaserne, die Anfang der 1990er Jahre aufgegeben wurde. Heute ist das Gelände eingezäunt und nicht frei zugänglich. Das Betreten ist verboten, und die Gebäude verfallen. Wer das zerstörte Winden sehen will, muss sich mit dem Blick von außen begnügen – und sollte die Absperrungen respektieren. Die Turnhalle, in der in der Serie Szenen spielen, liegt auf dem Kasernengelände und ist ebenfalls nicht zugänglich.

Das zerstörte Atomkraftwerk wurde durch das ehemalige Chemiewerk in Rüdersdorf bei Berlin in Szene gesetzt. Der Großteil der heute vorhandenen Bausubstanz stammt aus den Jahren 1940 bis 1942; ab 1950 wurde hier Glühphosphat hergestellt. Vom Gelände des benachbarten Museumsparks Rüdersdorf aus ist das Chemiewerk nicht zugänglich. Der Museumspark selbst ist ein 17 Hektar großes Freilichtmuseum zur Industriegeschichte und kann besucht werden – das ehemalige Chemiewerk dahinter bleibt jedoch geschlossen. Teile des Atomkraftwerks wurden zusätzlich im Velodrom in Berlin nachgebaut; das Velodrom ist eine Veranstaltungshalle und kein Drehort zum Besichtigen.

Industriegelände in Rüdersdorf bei Berlin
Industriegelände in Rüdersdorf bei Berlin, wo das zerstörte Atomkraftwerk inszeniert wurde. Foto: Udo „Hase“ Rehbein, CC BY-SA 3.0

Wo steht das Haus der Kahnwalds?

Ein um 1930 erbautes Haus am nördlichen Rand Berlins diente als Kulisse für das purpurrote Haus der Kahnwalds. In den angrenzenden Wäldern und Feldern wurde ebenso gedreht. Das Haus ist bewohnt und privat. Die genaue Adresse wird in diesem Artikel bewusst nicht genannt: Fan-Recherchen verorten das Haus im Raum Schildow, doch ein Wohnhaus ist kein Ausflugsziel. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und unternehmen Sie keine Besuche, keine Fotos vor dem Grundstück und keine Nachfragen bei Nachbarn. Das Gleiche gilt für alle Wohnhäuser der Serie, etwa das Haus der Dopplers oder der Tiedemanns: Sie sind private Wohngebäude, keine Sehenswürdigkeiten.

Die Szenen vor und in der Windener Schule wurden an der Reinfelder Schule im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf aufgenommen. Die Schule ist in Betrieb. Das Gebäude kann von der Straße aus gesehen werden, das Schulgelände selbst ist nicht für Besucher geöffnet. Auch hier gilt: Bitte keine Besuche während des Schulbetriebs und keine Fotos von Schülerinnen und Schülern.

Wo ist das Hotel aus Dark?

Das Schloss Lanke bei Wandlitz und das Schlosshotel im Grunewald dienten als Drehorte für das Hotel von Regina Tiedemann. Schloss Lanke ist ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert, das seit 2006 wieder in Privatbesitz ist und unter anderem als Ferienanlage und Kulturort genutzt wird. Das Schloss ist Privateigentum: Es kann von außen angesehen werden, das Gelände ist jedoch nicht frei zugänglich. Das Schlosshotel im Grunewald in Berlin ist dagegen ein reguläres Hotel und kann als Gast besucht werden. Die Innenaufnahmen des Waldhotels entstanden dort, die Außenaufnahmen in Lanke.

Schloss Lanke bei Wandlitz, Außenkulisse des Waldhotels in Dark
Schloss Lanke bei Wandlitz, Außenkulisse für das Hotel von Regina Tiedemann. Foto: Olaf Tausch, CC BY 3.0

Zu den weiteren Berliner Drehorten gehören die Landesfinanzschule in Königs Wusterhausen, die Staatsbibliothek Unter den Linden und die Akademie der Künste in Berlin. Die Akademie der Künste am Hanseatenweg wird in Fan-Guides als Polizeistation von Winden genannt. Die ehemalige Lungenklinik am Wannsee diente als Krankenhaus und Pflegeheim der Serie. Ein Waldgebiet bei Kallinchen bei Zossen sowie Orte in Nuthetal, Potsdam und Berlin ergänzen die Liste. Das Berliner Olympiastadion taucht ebenfalls unter den Drehorten auf; Fan-Guides verorten dort das Tor des Atomkraftwerks am Glockenturm.

Welche weiteren Dark Drehorte gibt es in Berlin und Brandenburg?

Die folgende Übersicht fasst alle wichtigen Orte zusammen – mit Zugang und mit einer ehrlichen Einschätzung der Quellenlage. „Stark“ bedeutet: durch die deutschsprachige Wikipedia mit Quellen oder eine offizielle Seite belegt. „Mittel“ bedeutet: durch die Wikipedia-Liste plus Fan-Guides belegt, die genaue Zuordnung zu einer Szene stammt aus Fan-Recherchen. „Schwach“ bedeutet: nur eine einzige Fan-Quelle – diese Orte sind als solche gekennzeichnet und sollten vor einem Besuch zusätzlich geprüft werden.

Gezählt sind die 17 einzeln beschriebenen Drehorte; die Sammelzeile mit weiteren Orten und die Studio-Zeile sind in dieser Zahl nicht enthalten.

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Ort in der SerieEchter OrtZugangBeleg
HöhleninneresEinhornhöhle, Scharzfeld im HarzSchauhöhle, nur mit Führung, Saison April bis Oktoberstark
Höhleneingang und Waldhütte der DopplersWald zwischen Tremsdorf und SaarmundKulisse abgebaut, nicht besuchbarstark
Brücke und alte GleiseDreilinden, Düppeler Forst, ehemalige FriedhofsbahnFrei zugänglich, Waldwegestark
Kirche und FriedhofSüdwestkirchhof Stahnsdorf, HolzkapelleFriedhof tagsüber geöffnetstark
See (Staffel 2)Nudower FischteicheFrei zugänglich, Teichlandschaftstark
Wohnwagen von BernadetteEhemaliger Kontrollpunkt Dreilinden, TeltowkanalbrückeVon außen frei zugänglichstark
Postapokalyptisches WindenEhemalige Kaserne Krampnitz bei PotsdamEingezäunt, Betreten verbotenstark
Zerstörtes AtomkraftwerkEhemaliges Chemiewerk RüdersdorfWerk nicht zugänglich, Museumspark nebenan besuchbarstark
Schule von WindenReinfelder Schule, Charlottenburg-WilmersdorfSchule in Betrieb, nur von außenstark
Haus der KahnwaldsHaus um 1930, nördlicher Berliner Stadtrand, Raum SchildowPrivat und bewohnt, keine Adresse, nicht besuchenmittel
Tor des AtomkraftwerksAm Glockenturm, Olympiastadion BerlinStadionumfeld frei zugänglichmittel
Waldhotel Regina, außenSchloss Lanke bei WandlitzPrivateigentum, nur von außenstark
Waldhotel Regina, innenSchlosshotel im Grunewald, BerlinHotel, als Gast besuchbarmittel
Krankenhaus und PflegeheimEhemalige Lungenklinik Heckeshorn bei WannseeEhemalige Klinik, nicht als Drehort ausgeschildertmittel
Psychiatrie (Ulrich)Hermannswerder, PotsdamVor Besuch zusätzlich prüfenschwach
PolizeistationAkademie der Künste, Hanseatenweg, BerlinKulturinstitution, Programm beachtenmittel
Rathaus von WindenDreilinden-Gymnasium, Steglitz-ZehlendorfSchule in Betrieb, nur von außenschwach
Weitere DrehorteLandesfinanzschule Königs Wusterhausen, Staatsbibliothek Unter den Linden, Waldgebiet bei Kallinchen bei Zossen, Orte in Nuthetal, Potsdam und BerlinJe nach Ort unterschiedlichstark
Studio und Nachbau (kein Besuchsort)CCC-Film und Babelsberg, AKW-Teile im Velodrom Berlin nachgebautKeine Drehort-Besichtigungstark

Kann man alle Dark Drehorte besuchen?

Nein – und das ist die wichtigste Botschaft dieses Artikels. Drei Gruppen lassen sich unterscheiden. Erstens die frei zugänglichen Orte: die Gleise und die Brücke bei Dreilinden, der Südwestkirchhof Stahnsdorf, die Nudower Fischteiche, der ehemalige Kontrollpunkt Dreilinden und das Stadionumfeld am Olympiastadion. Zweitens die Orte mit eingeschränktem Zugang: die Einhornhöhle (nur mit Führung und nur in der Saison), der Museumspark Rüdersdorf (das Chemiewerk dahinter bleibt geschlossen), das Schlosshotel im Grunewald (als Hotelgast) und die Schulen (nur von außen). Drittens die Orte, die Sie nicht besuchen können oder sollten: der abgebaute Höhleneingang bei Tremsdorf und Saarmund, die eingezäunte Kaserne Krampnitz, das private Schloss Lanke (nur von außen) und alle privaten Wohnhäuser, allen voran das Haus der Kahnwalds.

Für eine Tagestour zu den Dark Drehorten eignet sich das Cluster im Südwesten Berlins am besten: Start an den Gleisen bei Dreilinden, weiter zum Südwestkirchhof Stahnsdorf und zum ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Alle drei Orte liegen im selben Wald- und Grenzgebiet und sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu verbinden. Die Einhornhöhle im Harz ist dagegen ein eigener Tagesausflug, ebenso wie Rüdersdorf und Lanke. Planen Sie die Tour nach den Öffnungszeiten: Friedhöfe und Wälder sind tagsüber offen, die Höhle nur in der Saison und nur mit Führung.

Ein Wort zu Fan-Routen: Im Internet kursieren Wanderrouten zu den Drehorten, die mehrere Orte verbinden. Prüfen Sie solche Routen vor dem Start auf Aktualität, denn Wege, Zäune und Zugänge ändern sich – besonders auf ehemaligen Militärgeländen und in Privatbesitz. Verlassen Sie keine markierten Wege, respektieren Sie Absperrungen und fotografieren Sie keine Privatgrundstücke.

Was ist Winden in Wirklichkeit?

Winden ist eine Erfindung der Schöpfer. Die Stadt existiert weder als Gemeinde noch als Stadtteil, und kein realer Ort diente der Serie als Vorlage. Was die Serie zeigt, ist ein Mosaik: Die Kirche steht in Stahnsdorf, die Gleise in Dreilinden, die Höhle im Harz, das Kraftwerk in Rüdersdorf, das Hotel in Lanke und die Schule in Berlin. Erst der Schnitt macht daraus eine Stadt. Wer Dark Drehorte besucht, besucht daher immer mehrere echte Orte – und sollte jeden einzelnen mit seinen eigenen Regeln respektieren.

Gerade diese Verstreutheit macht den Reiz aus: Dark zeigt ein Deutschland, das es so nicht gibt, aber aus lauter echten Orten besteht. Die Serie wurde international gefeiert, unter anderem mit dem Grimme-Preis 2018, und gilt als Meilenstein für deutsche Serien auf Netflix. Wer die Orte besucht, sieht nicht nur Kulissen, sondern auch deutsche Geschichte: einen Friedhof aus dem Kaiserreich, eine Bahnstrecke aus der Zeit der Teilung, eine Kaserne der Sowjetarmee und ein Industriegelände der DDR. Die Dark Drehorte sind damit auch eine Reise durch die Geschichte Berlins und Brandenburgs.

Häufige Fragen zu den Dark Drehorten

Wo ist der Höhleneingang aus Dark?

Der Höhleneingang wurde als Kulisse im Wald zwischen Tremsdorf und Saarmund in Brandenburg aufgebaut und nach den Dreharbeiten wieder abgebaut. Er existiert heute nicht mehr. Die Höhlenaufnahmen im Inneren entstanden in der Einhornhöhle bei Scharzfeld im Harz, die als Schauhöhle besucht werden kann.

Gibt es Winden wirklich?

Nein. Winden ist eine fiktive Stadt. Alle Schauplätze der Serie sind echte Orte in Berlin, Brandenburg und im Harz, die erst durch den Schnitt zu einer Stadt werden.

Kann man das Haus der Kahnwalds besuchen?

Nein. Das Haus ist bewohnt und privat. Die genaue Adresse wird bewusst nicht veröffentlicht, und Besuche oder Fotos vor dem Grundstück sind nicht angebracht. Fan-Recherchen verorten das Haus im Raum Schildow am nördlichen Berliner Stadtrand.

Wo ist die Schule aus Dark?

Die Windener Schule ist die Reinfelder Schule im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Schule ist in Betrieb und kann nur von der Straße aus gesehen werden.

Ist das Atomkraftwerk aus Dark echt?

Nein, nur teilweise. Das zerstörte Kraftwerk wurde am ehemaligen Chemiewerk in Rüdersdorf inszeniert, und die Kühltürme wurden bis auf das Haupttor als 3D-Modell im Computer erschaffen. Das Tor selbst wird in Fan-Guides am Glockenturm beim Olympiastadion Berlin verortet. Das Chemiewerk in Rüdersdorf ist nicht zugänglich.

Wo wurde Dark gedreht – Berlin oder Brandenburg?

Beides, plus der Harz. Die meisten Außenaufnahmen entstanden in Berlin und Brandenburg, die Höhlenaufnahmen in der Einhornhöhle bei Scharzfeld im Harz, und die Studioaufnahmen bei der CCC-Film und in Babelsberg bei Potsdam.

Quellen

Weiterlesen auf Sharp Magazine

Stand: 31. Oktober 2026. Zugänge und Öffnungszeiten können sich ändern – prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben der jeweiligen Orte. Alle Dark Drehorte in diesem Artikel sind mit ihrer Quellenlage gekennzeichnet; Orte mit schwacher Beleglage sind als solche benannt.

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Emilia Emil

Emilia Emil schreibt für Sharp Magazine über Persönlichkeiten, Film und Kultur. Auf der Profilseite finden Sie die zugeordneten Beiträge sowie den Kontakt für Hinweise und Korrekturen.

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