Sepp Maier: Was hinter seiner Haltung in der Neuer-Urbig-Debatte steckt

In diesem Artikel
- Was hat Sepp Maier im Oktober 2026 in der Neuer-Debatte gesagt?
- Was hält Sepp Maier von Jonas Urbig als Neuer-Nachfolger?
- Wer ist Sepp Maier?
- Wie wurde Sepp Maier zur „Katze von Anzing“?
- Welche Titel hat Sepp Maier mit dem FC Bayern gewonnen?
- Was machte die WM 1974 zu Sepp Maiers größtem Triumph?
- Warum endete Sepp Maiers Karriere 1979 so abrupt?
- Was machte Sepp Maier nach seiner aktiven Karriere?
- Was ist über Sepp Maiers Privatleben bekannt?
- Häufige Fragen zu Sepp Maier
- Weiterlesen auf Sharp Magazine
„Es gibt gute oder schlechte Torhüter, aber keine alten.“ Mit diesem Satz hat Sepp Maier Mitte Oktober 2026 die Torwartdebatte beim FC Bayern auf den Punkt gebracht. Der 82 Jahre alte Weltmeister von 1974 stellt sich schützend vor Manuel Neuer, dessen Fehler beim 2:2 in Augsburg eine neue Diskussion über die Nummer eins der Münchner ausgelöst hatten. Zugleich warnt die Torwartlegende eindringlich davor, Jonas Urbig zu früh in den Himmel zu loben. Seine Worte haben in ganz Fußball-Deutschland ein Echo gefunden.
Eine Klarstellung gehört an den Anfang: Sepp Maier trifft beim FC Bayern keine Entscheidung. Seine Äußerungen sind die persönliche Einschätzung eines Außenstehenden, keine Mitteilung des Vereins. Doch gerade deshalb hört man ihm zu. Maier stand 17 Jahre lang im Tor der Bayern, wurde Welt- und Europameister und hat als Torwarttrainer zwei Generationen deutscher Keeper geprägt. Wenn die „Katze von Anzing“ über Torhüter spricht, dann spricht Erfahrung aus fast sechs Jahrzehnten im Profifußball.
Die Sepp Maier Entscheidung in der Torwartdebatte des FC Bayern sorgt für Gesprächsstoff. In diesem Artikel lesen Sie, was Maier im Oktober 2026 konkret gesagt hat und warum er Neuer verteidigt und Urbig bremst. Und Sie erfahren die ganze Geschichte einer der größten Torwartkarrieren, die der deutsche Fußball je gesehen hat.

Was hat Sepp Maier im Oktober 2026 in der Neuer-Debatte gesagt?
Auslöser der Debatte war der 10. Oktober 2026. Beim 2:2 des FC Bayern in Augsburg unterlief Manuel Neuer ein folgenschwerer Fehler: Nach einem verspekulierten Zuspiel kassierte er bereits nach neun Sekunden das 0:1 – nach Angaben der NZZ das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte. Auch beim zweiten Gegentreffer sah der 40-Jährige nicht gut aus, wenngleich die Zuordnung in der Defensive nicht stimmte. Prompt wurde vereinzelt die Idee aufgeworfen, der 23-jährige Jonas Urbig könne den Routinier schon in dieser Saison als Nummer eins ablösen.
Sepp Maier wollte das nicht unwidersprochen stehen lassen. Im Gespräch mit „Absolut Fußball“ von Münchner Merkur/tz fand er am 12. Oktober deutliche Worte, die die Deutsche Presse-Agentur verbreitete: „Mein Gott, der Manuel hat sich nicht konzentriert, das passiert. Das war leichtsinnig und das weiß er. Aber so ein Theater, nur weil er ein gewisses Alter erreicht hat? Das ist doch ein Schmarrn! Es gibt gute oder schlechte Torhüter, aber keine alten. Manuel ist immer noch ein sehr guter.“
Maier erinnerte daran, was Neuer für den Verein geleistet hat: „Man muss nicht nur an die Zukunft denken, sondern auch an die Vergangenheit. Was der alles geleistet hat, wie viele Spiele und Titel er den Bayern gewonnen hat. Dieses Geschimpfte, die Diskussion – das ist typisch deutsch!“ Seine Forderung an Kritiker und Medien fiel kurz und bündig aus: „Lasst Manu in Ruhe!“
Auch zur sportlichen Perspektive äußerte sich Maier. Seine Prognose: „Manuel wird bis zum Sommer spielen. Und ich verstehe auch, dass er spielen will, wenn er noch spielt. Wenn er dann aufhört, tut er sich etwas Gutes. Und wenn er bis dahin unter Druck kommt, wird er das regeln.“ Wie fussballpuls.de treffend einordnet, ist das Maiers persönliche Einschätzung – eine offizielle Festlegung des Klubs zur Torwartfrage lässt sich daraus nicht ableiten. Sportvorstand Max Eberl hatte ohnehin bereits klargestellt, dass Neuer die Nummer eins bleibt.
Was hält Sepp Maier von Jonas Urbig als Neuer-Nachfolger?
So entschieden Maier Neuer verteidigt, so deutlich bremst er die Euphorie um Jonas Urbig. Der 23-Jährige, der Anfang 2025 vom 1. FC Köln nach München gewechselt war und als designierter Neuer-Nachfolger gilt, wird nach Ansicht der Legende zu früh gelobt. Maier sagte bei „Absolut Fußball“: „Jonas Urbig ist Anfang 20, dem tut man nichts Gutes, wenn man ihn jetzt in den Himmel lobt. Da lese ich, er habe bei der Nationalmannschaft gut gehalten. Ja, was hat der denn gehalten? Ein paar Bälle, die ganz normal aufs Tor kamen! Lassen Sie den erstmal eine ganze Saison spielen, bevor Sie Lorbeeren austeilen.“
Diese Haltung hatte Maier bereits einige Wochen zuvor in einem Interview mit der Abendzeitung München formuliert: „Der Hype um Urbig ist mir zu viel. Nicht, weil ich den Jungen nicht gut finde – im Gegenteil. Er hat riesiges Talent. Aber mir geht das alles viel zu schnell. Ein paar gute Spiele, und schon soll er Deutschlands neue Nummer eins sein. Warum? Lasst ihn doch erst einmal beim FC Bayern die Nummer eins werden.“
Für Maier fehlt dem jungen Keeper vor allem eines: regelmäßige Spielpraxis auf höchstem Niveau. „Er muss spielen, Erfahrungen sammeln, Fehler machen, Champions League spielen und zeigen, dass er auch nach einem schlechten Spiel wieder da ist. Nationaltorwart wird man nicht aufgrund einer Prognose.“ Grundsätzlich zweifelt Maier nicht an Urbigs Fähigkeiten: „Irgendwann – ja, vielleicht. Das Zeug dazu hat er. Aber zwischen ‚irgendwann‘ und ‚jetzt‘ liegt eine ganze Menge.“
In der aktuellen Hierarchie sieht der 82-Jährige übrigens Marc-André ter Stegen klar vor Urbig: Laut Medienberichten soll Bundestrainer Jürgen Klopp zunächst auf ter Stegen als Stammtorhüter der Nationalmannschaft setzen. Auch das zeigt, wie weit der Weg des Bayern-Talents nach Maiers Ansicht noch ist. Beim Champions-League-Gastspiel in Stavanger am 13. Oktober, das Neuer wegen einer leichten Verletzung verpasste, musste Urbig dreimal hinter sich greifen – schuldlos zwar, aber gewiss keine Bewerbung für die Nummer eins.
Wer ist Sepp Maier?
Josef Dieter „Sepp“ Maier wurde am 28. Februar 1944 in Metten in Niederbayern geboren und gilt als einer der besten Torhüter der Fußballgeschichte. Von 1962 bis 1979 stand er ununterbrochen für den FC Bayern München zwischen den Pfosten, für Deutschland bestritt er 95 Länderspiele. Seinen Spitznamen „Katze von Anzing“ verdankt er seinen katzenartigen Reflexen – und seiner Heimatgemeinde Anzing bei München. Die wichtigsten Daten im Überblick:
Wie wurde Sepp Maier zur „Katze von Anzing“?
Sepp Maier wuchs als mittlerer von drei Brüdern in einfachen Verhältnissen auf. Die Familie zog 1946 nach Haar bei München, wo er die Volksschule besuchte und ab 1958 eine Lehre als Maschinenschlosser absolvierte. Beim TSV Haar spielte der junge Sepp zunächst als Mittelstürmer – ins Tor zu müssen, empfand er als Schmach. Doch nach einer Verletzung des Stammtorhüters wurde er bei einem Pokalspiel zwischen die Pfosten beordert, machte seine Sache gut und blieb fortan im Tor. Über die oberbayerische Jugendauswahl wurden Späher des FC Bayern auf das Talent aufmerksam und holten ihn Ende der 1950er-Jahre in die A-Jugend.
1962 wurde Maier Vertragsspieler, ab der Regionalliga-Saison 1963/64 löste er Fritz Kosar als Stammtorwart ab. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga 1965 begann eine Ära: Maier wurde zum Sinnbild der ersten großen Bayern-Mannschaft, jener Achse mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller, die den deutschen Fußball prägte. Seine Reflexe, seine Beweglichkeit und sein Mut beim Herauslaufen machten ihn weltberühmt – und brachten ihm den Spitznamen „Katze von Anzing“ ein. Mit dem Sportartikelhersteller Reusch entwickelte er zudem die ersten Soft-Grip-Torwarthandschuhe mit Weichschaum und revolutionierte so die Ausrüstung seiner Zunft.

Welche Titel hat Sepp Maier mit dem FC Bayern gewonnen?
Die Titelliste Sepp Maiers liest sich wie ein Geschichtsbuch des deutschen Fußballs. Mit dem FC Bayern wurde er 1969, 1972, 1973 und 1974 Deutscher Meister und gewann 1966, 1967, 1969 sowie 1971 den DFB-Pokal. International triumphierte er 1967 im Europapokal der Pokalsieger und danach dreimal in Folge im Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976) – dem Vorgänger der Champions League. 1976 kam der Weltpokal hinzu. Dreimal – 1975, 1977 und 1978 – wurde Maier zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt, nach Beckenbauers Abgang 1977 übernahm er das Kapitänsamt der Bayern.
Besonders beeindruckend ist seine Konstanz: In 14 Jahren als Bundesligaspieler fehlte Maier nur an drei Spieltagen der Saison 1965/66. Seine 442 Bundesligaspiele in Serie – von insgesamt 473 – bedeuten bis heute Weltrekord. Wie die Bundesliga festhält, war Maier seiner Zeit zudem oft voraus: Er gehörte zu den ersten Torhütern, die regelmäßig weit aus ihrem Kasten herausrückten – ein Stil, der heute als selbstverständlich gilt.

Was machte die WM 1974 zu Sepp Maiers größtem Triumph?
Für die Nationalmannschaft debütierte Maier am 4. Mai 1966 beim 4:0 in Dublin gegen Irland. Bei der WM 1966 in England war er noch Ersatzmann von Hans Tilkowski, doch ab 1969 war er die unangefochtene Nummer eins. Es folgten der dritte Platz bei der WM 1970 in Mexiko – die Halbfinalniederlage im legendären „Jahrhundertspiel“ gegen Italien bezeichnete Maier als seine größte Niederlage – und der Europameistertitel 1972 in Belgien.
Doch nichts überstrahlt die Heim-WM 1974. Bereits in der „Wasserschlacht von Frankfurt“, dem Zwischenrundenspiel gegen Polen, zeigte Maier eines seiner besten Länderspiele und sicherte mit mehreren Glanzparaden den Finaleinzug. Im Endspiel gegen die Niederlande im Münchner Olympiastadion drehten die Gegner in der zweiten Halbzeit auf – und verzweifelten an Maier. „Maier! Immer wieder Maier“, rief der damalige TV-Kommentator Rudi Michel, als der Keeper einen Angriff nach dem anderen entschärfte. Am Ende stand der 2:1-Sieg und der Weltmeistertitel – Maiers größter Triumph, gekrönt mit dem Silbernen Lorbeerblatt.
Zwei Jahre später folgte das EM-Finale 1976, das Deutschland im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei verlor. Bei der WM 1978 schied die DFB-Auswahl nach einer 2:3-Niederlage gegen Österreich aus. In seinen sechs letzten Länderspielen 1978/79 war Maier Spielführer der Nationalmannschaft; sein 95. und letztes Länderspiel bestritt er am 26. Mai 1979 beim 3:1 in Reykjavík gegen Island. Damit war er bis zum 17. November 2020 deutscher Rekord-Nationaltorhüter – erst dann wurde er von Manuel Neuer übertroffen. Eine Pointe der Fußballgeschichte, die Maiers heutige Verteidigung Neuers in einem besonderen Licht erscheinen lässt.

Warum endete Sepp Maiers Karriere 1979 so abrupt?
Am 14. Juli 1979 endete Maiers Laufbahn so jäh, wie es dramatischer kaum sein könnte. Bei Aquaplaning geriet er mit seinem Mercedes 450 SEL 6.9 ins Schleudern und rutschte mit der Beifahrerseite in einen entgegenkommenden Wagen. Der Wochenenddienst des Kreiskrankenhauses, in das er eingeliefert wurde, erkannte die Schwere seiner Verletzungen nicht und diagnostizierte lediglich einige Rippenbrüche. Erst sein herbeigeeilter Freund Uli Hoeneß, der die Diagnose für falsch hielt, vermittelte ihn an den Vereinsarzt der Bayern weiter. In der Klinik Großhadern zeigten Röntgenaufnahmen das wahre Ausmaß: Lungenriss, gerissenes Zwerchfell und eine lebensbedrohliche Ansammlung von zweieinhalb Litern Blut in der Bauchhöhle. Eine Notoperation rettete Maier das Leben.
Am 26. November 1979 begann er wieder mit dem Training, doch die Folgen der Verletzungen machten eine Fortsetzung der Karriere unmöglich. Sein Nachfolger im Bayern-Tor wurde Walter Junghans. Kurz vor dem Unfall hatte Maier übrigens ein Angebot des New York Cosmos abgelehnt – kolportiertes Jahresgehalt: eine Million Mark. „Bayern bleibt Bayern“, lautete seine Begründung. Sein Abschiedsspiel am 4. Juni 1980 im Münchner Olympiastadion verfolgten 78.000 Zuschauer; die deutsche Nationalelf besiegte die Bayern mit 3:1.
Was machte Sepp Maier nach seiner aktiven Karriere?
Maier blieb dem Fußball treu – auf seine Weise. Mit dem Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung kaufte er sich einen Tennispark in Anzing, mit dem er nach eigener Aussage mehr verdiente als in seiner aktiven Zeit als Fußballspieler. In der Tennis-Bundesliga wurde er mit dem TC Hasenbergl viermal Deutscher Mannschaftsmeister der Jungsenioren.
1988 holte ihn Franz Beckenbauer als Torwarttrainer zum DFB – so wurde Sepp Maier 1990 in Italien noch einmal Weltmeister, diesmal an der Seitenlinie. Von 1994 bis 2008 war er zusätzlich Torwarttrainer des FC Bayern und prägte dort vor allem Oliver Kahn. Sein Engagement beim DFB endete am 10. Oktober 2004 spektakulär: Bundestrainer Jürgen Klinsmann entließ ihn, nachdem Maier sich öffentlich für Kahn und gegen Jens Lehmann als Nummer eins ausgesprochen hatte – ein Freund klarer Worte bleibt sich eben treu.
Dieser Humor und diese Direktheit machten Maier auch abseits des Platzes zur Kultfigur. Unvergessen ist die Szene vom 15. Mai 1976, als er beim Spiel gegen Bochum einer Ente hinterherhechtete, die sich aufs Spielfeld verirrt hatte. Für sein Lebenswerk wurde er 2014 in die Hall of Fame des deutschen Sports und 2018 in die erste Elf der Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen. Am 11. Juli 2024 zeichnete ihn der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit dem Bayerischen Verdienstorden aus; am 12. Oktober 2024 erhielt er den Persönlichen Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten im Rahmen des Bayerischen Sportpreises. Der Bayerische Rundfunk widmete ihm in der Reihe „Lebenslinien“ ein Porträt unter dem Titel „Den Schalk im Nacken“ – treffender lässt sich Sepp Maier kaum beschreiben.
Was ist über Sepp Maiers Privatleben bekannt?
Über sein Privatleben spricht Maier nur sparsam – und das respektieren wir. Bekannt ist: Er ist seit Mai 2008 in zweiter Ehe verheiratet und hat eine Tochter aus erster Ehe. Mit seiner Frau reist er viel und spielt Golf statt Fußball. Außerdem ist er offiziell ernannter Botschafter der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung und engagiert sich damit für krebskranke Kinder. Sein Erfolgsrezept hat er einmal auf Bairisch so zusammengefasst: „Wennst richtig zum Ball stehst, brauchst net fliagen.“ Ein Satz, der auch im Oktober 2026 noch gilt – für Torhüter wie für Debatten.
Häufige Fragen zu Sepp Maier
Trifft Sepp Maier Entscheidungen beim FC Bayern?
Nein. Sepp Maier hat beim FC Bayern keine offizielle Funktion und trifft keine sportlichen Entscheidungen. Seine Äußerungen zur Torwartfrage – etwa die Verteidigung Manuel Neuers und die Warnung vor dem Hype um Jonas Urbig im Oktober 2026 – sind die persönliche Meinung einer Vereinslegende. Die sportlichen Entscheidungen treffen Trainer und Vereinsführung; Sportvorstand Max Eberl hat bekräftigt, dass Neuer die Nummer eins bleibt.
Wie alt ist Sepp Maier?
Sepp Maier wurde am 28. Februar 1944 in Metten in Niederbayern geboren und ist 82 Jahre alt. Trotz seines Alters meldet er sich regelmäßig mit klaren Meinungen zum Fußballgeschehen zu Wort – zuletzt im Oktober 2026 in der Debatte um Manuel Neuer und Jonas Urbig.
Warum nennt man Sepp Maier die „Katze von Anzing“?
Den Spitznamen verdankt Maier seinen katzenartigen Reflexen und seiner geschmeidigen Beweglichkeit im Tor. Der Namenszusatz „von Anzing“ verweist auf die Gemeinde Anzing bei München, wo Maier nach seinem Karriereende einen Tennispark betrieb.
Wie viele Länderspiele hat Sepp Maier bestritten?
Sepp Maier absolvierte zwischen 1966 und 1979 insgesamt 95 Länderspiele für Deutschland – alle als Torwart. Damit war er bis zum 17. November 2020 deutscher Rekord-Nationaltorhüter, ehe er von Manuel Neuer übertroffen wurde. In seinen sechs letzten Länderspielen war Maier zudem Spielführer der Nationalmannschaft.
Was war Sepp Maiers größter Erfolg?
Der größte Triumph seiner Karriere war der Weltmeistertitel 1974 im eigenen Land. Im Finale von München gegen die Niederlande (2:1) hielt Maier mit mehreren Glanzparaden den Sieg fest. Hinzu kommen der Europameistertitel 1972, drei Siege im Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976) sowie vier Deutsche Meisterschaften mit dem FC Bayern.
Ist Sepp Maier noch beim FC Bayern tätig?
Nein, eine offizielle Funktion hat Sepp Maier nicht mehr. Von 1994 bis 2008 war er Torwarttrainer des FC Bayern, von 1988 bis 2004 zusätzlich Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft. Heute tritt er gelegentlich bei Veranstaltungen und in Talkshows auf – etwa bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens im Juli 2024.
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