Glen Powell Filme und Serien: Filmografie im Überblick
Glen Powell gehört zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods: Vom Kinderdarsteller in „Spy Kids 3-D“ stieg er über die Rolle des Piloten Jake „Hangman“ Seresin in „Top Gun: Maverick“ zum Hauptdarsteller in Liebeskomödien, Actionfilmen und Serien auf. Dieser Überblick zeigt alle wichtigen Filme und Serien, die wichtigsten Rollen und die aktuellen Projekte.

In diesem Artikel
Der Texaner arbeitete sich über zwei Jahrzehnte nach oben, ohne je eine klassische Schauspielschule zu besuchen. Nach kleinen Rollen in Film und Fernsehen wurde er 2015 mit der Serie „Scream Queens“ erstmals einem breiteren Publikum bekannt, 2016 folgte das Ensemble-Drama „Hidden Figures“. Der weltweite Durchbruch kam 2022 mit „Top Gun: Maverick“, seitdem steht er fast jedes Jahr in mindestens einem großen Kinofilm vor der Kamera – und schreibt, produziert und erfindet sich als Serienstar neu.
Wer ist Glen Powell?
Powell wurde am 21. Oktober 1988 in Austin im US-Bundesstaat Texas geboren und wuchs dort auf. Sein Vater arbeitet als Executive Coach, seine Mutter Cyndy war Hausfrau. Er hat zwei Schwestern: die ältere Lauren und die jüngere Leslie, die als Sängerin auftritt. Der Geburtsname seines Vaters lautet Chutsky; die Familie hat polnische und lipka-tatarische Wurzeln.
Wie begann die Karriere?
Powell besuchte die Westwood High School in Austin, wo er 2007 seinen Abschluss machte und als Lacrosse-Spieler in die All-State-Auswahl kam. Danach studierte er ein Jahr an der University of Texas at Austin und brach das Studium ab, um Schauspieler zu werden. Im November 2025 schrieb er sich erneut an der Universität ein, im Studiengang Radio-Television-Film, und nimmt seitdem per Videokonferenz am Unterricht teil.
Seine erste Filmrolle spielte er 2003 als Kind in „Spy Kids 3-D: Game Over“, in Deutschland als „Mission 3D“ bekannt. Es folgten kleine Rollen in „Fast Food Nation“ (2006) und als Preston Whittington in „The Great Debaters“ (2007, deutscher Titel: „The Great Debaters – Die Macht der Worte“). Daneben sammelte er Fernseherfahrung in Gastrollen, unter anderem in „Without a Trace“, „CSI: Miami“, „Navy CIS“, „Rizzoli & Isles“ und „The Lying Game“.
2012 war er in einer kleinen Rolle als Händler in „The Dark Knight Rises“ zu sehen, 2014 als Thorn in „The Expendables 3“. Der erste größere Schritt kam 2015 mit der Horror-Comedy-Serie „Scream Queens“: Dort spielte er Chad Radwell, in der ersten Staffel als Hauptrolle und in der zweiten Staffel als Nebenrolle. 2016 folgten zwei prägende Filme: In Richard Linklaters „Everybody Wants Some!!“ spielte er Finnegan, in „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ den Astronauten John Glenn. Für „Hidden Figures“ gewann das Ensemble 2017 den Screen Actors Guild Award.
Zwischen 2017 und 2022 baute Powell seine Filmografie stetig aus: Er spielte Sgt. Falvy in „Sand Castle“ (2017), war in „Deine Juliet“ (2018) zu sehen und übernahm in der Netflix-Komödie „Set It Up“ (2018) die Rolle des Charlie Young. 2020 bis 2022 sprach er außerdem eine Figur in der Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ (14 Folgen), 2022 lieh er in Linklaters „Apollo 10 ½: Eine Kindheit im Weltraumzeitalter“ der Figur Bostick seine Stimme.
Womit gelang der Durchbruch?
Glen Powell spielte 2022 in „Top Gun: Maverick“ den Kampfpiloten Jake „Hangman“ Seresin an der Seite von Tom Cruise. Der Film unter der Regie von Joseph Kosinski kam in Deutschland am 26. Mai 2022 in die Kinos; die Premiere fand am 4. Mai 2022 auf dem Flugzeugträger USS Midway in San Diego statt. Die Rolle des selbstbewussten, aber loyalen Piloten machte Powell international bekannt und öffnete ihm die Tür zu Hauptrollen.
Noch im selben Jahr zeigte er eine ganz andere Seite: In „Devotion“ verkörperte er den Marinepiloten Tom Hudner in einem Kriegsdrama über den Koreakrieg. 2024 war er außerdem als Produzent an der Dokumentation „The Blue Angels“ über die Kunstflugstaffel der US-Marine beteiligt. Damit war der Wechsel vom Nebendarsteller zum Hauptdarsteller vollzogen – und die folgenden Jahre wurden die erfolgreichsten seiner Karriere.
Welche Filme machten Powell zum Filmstar?
Der erste große Publikumserfolg als Hauptdarsteller kam mit der Liebeskomödie „Wo die Lüge hinfällt“ (Originaltitel: „Anyone But You“, 2023). Unter der Regie von Will Gluck spielt Powell den Ben, an seiner Seite steht Sydney Sweeney als Bea. Die Geschichte ist lose an Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ angelehnt; gedreht wurde im Februar 2023 in New South Wales, Australien, unter anderem an der Sydney Opera House. Der Film startete in den USA am 22. Dezember 2023 und in Deutschland am 18. Januar 2024. In Deutschland sahen ihn laut FFA rund 1,6 Millionen Besucher; er spielte dort etwa 15,2 Millionen Euro ein.
Einen künstlerischen Höhepunkt setzte Powell mit „Hit Man“ (deutscher Titel: „A Killer Romance“). Der Film feierte 2023 auf dem Filmfestival von Venedig Premiere und erschien im Juni 2024 bei Netflix. Powell spielt den verdeckten Ermittler Gary Johnson, der sich als Auftragskiller ausgibt – und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Regisseur Richard Linklater, mit dem er auch als Produzent auftrat. Für die Rolle wurde er 2025 für den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical nominiert; auch für das adaptierte Drehbuch gab es eine Nominierung bei den Writers Guild Awards.
Im Sommer 2024 folgte der nächste Kassenerfolg: In „Twisters“ spielte Powell den Sturmjäger Tyler Owens an der Seite von Daisy Edgar-Jones und Anthony Ramos. Der Film kam in Deutschland im Juli 2024 in die Kinos und ist eine eigenständige Fortsetzung des Katastrophenfilms „Twister“ von 1996. Mit dieser Mischung aus Action, Romantik und Komödie festigte Powell seinen Ruf als vielseitiger Hauptdarsteller, der Blockbuster genauso trägt wie Autorenfilme.
Was sind die neuesten Projekte?
Glen Powell übernahm 2025 die Titelrolle in „The Running Man“ unter der Regie von Edgar Wright. Der Film basiert auf dem Roman „Menschenjagd“ von Stephen King, der ihn unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte, und ist eine Neuverfilmung des Stoffs, der 1987 mit Arnold Schwarzenegger verfilmt wurde. Powell spielt Ben Richards, einen Mann, der in einer tödlichen TV-Show um sein Leben läuft. An seiner Seite spielen Josh Brolin als Produzent Dan Killian und Colman Domingo als Moderator Bobby Thompson. Der Film startete in Deutschland am 13. November 2025 und in den USA am 14. November 2025; die Premiere in London fand am 5. November 2025 statt. Die deutsche Stimme für Powell spricht Martin Kautz.
Parallel dazu erfand sich Powell neu: In „Chad Powers“ spielt er Russ Holliday, einen gefeuerten Football-Quarterback, der sich als Walk-on neu erfindet. Die Serie basiert auf einem Sketch aus Eli Mannings Format „Eli’s Places“ von 2022 und wurde von Powell gemeinsam mit Michael Waldron entwickelt, der zudem als Produzent beteiligt ist. Die erste Staffel mit sechs Folgen lief vom 30. September bis zum 28. Oktober 2025 wöchentlich, die zweite Staffel mit ebenfalls sechs Folgen erschien am 3. September 2026 auf einmal. In Deutschland läuft die Serie bei Disney+. Im Dezember 2025 wurde sie verlängert; für die Rolle wurde Powell 2026 für den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer TV-Komödie oder einem Musical nominiert.
2026 standen gleich zwei Kinostarts an: Am 1. April 2026 erschien „Der Super Mario Galaxy Film“, in dem Powell dem Star-Fox-Piloten Fox McCloud seine Stimme leiht. Die Besetzung war am 27. März 2026 bekannt gegeben worden; Powell hatte sich nach eigenen Angaben selbst beim Studio gemeldet, weil er die Figur unbedingt sprechen wollte. Bei der CinemaCon 2025 war er zudem als Star of the Year ausgezeichnet worden.
Ebenfalls 2026 kam der schwarze Komödienthriller „How to Make a Killing“ (deutscher Titel: „How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“) in die Kinos – in den USA am 20. Februar 2026, in Großbritannien im März 2026. Unter der Regie von John Patton Ford spielt Powell den Becket Redfellow, an seiner Seite steht Margaret Qualley als Julia.
Welche Auszeichnungen erhielt Powell?
Powell wurde zweimal für den Golden Globe nominiert, hat den Preis aber bislang nicht gewonnen. Sein bislang einziger großer Preis ist der Ensemble-Preis der Screen Actors Guild für „Hidden Figures“. Auffällig ist die Bandbreite der Nominierungen: Sie ehren ihn nicht nur als Schauspieler vor der Kamera, sondern auch als Drehbuchautor – für „Hit Man“ war er gleich in beiden Bereichen nominiert. Die wichtigsten Nominierungen und Preise im Überblick:
Was ist über das Privatleben bekannt?
Glen Powell wuchs in Austin auf und blieb seiner Heimatstadt eng verbunden: Viele seiner frühen Filme wurden in Texas gedreht, und auch als Star kehrt er regelmäßig dorthin zurück. Neben der Schauspielerei gründete er die Gewürzmarke Smash Kitchen, die er in Interviews als Herzensprojekt beschreibt. Über sein Privatleben spricht er selten; bekannt ist, dass er von Anfang 2020 bis April 2023 mit dem Model Gigi Paris liiert war.
Während der Dreharbeiten zu „Wo die Lüge hinfällt“ in Australien kamen Gerüchte über eine Beziehung zu seiner Filmpartnerin Sydney Sweeney auf. Beide dementierten die Gerüchte; Sweeney war zu dieser Zeit mit Jonathan Davino verlobt. Powell bedauerte später in einem Interview, dass die Vermarktung des Films die Gerüchte befeuert habe. Über eine aktuelle Beziehung gibt es keine verlässlichen öffentlichen Angaben; entsprechende Spekulationen sind widersprüchlich und werden hier bewusst nicht wiedergegeben.
Die Filmografie im Überblick
Die wichtigsten Kino- und Serienrollen im Überblick. Die erste Tabelle zeigt die Kinofilme in chronologischer Reihenfolge, die zweite die Serien. Kleine Gastrollen und Synchronarbeiten sind nur dort aufgeführt, wo sie für die Karriere relevant sind; deutsche Titel stehen jeweils vor dem Originaltitel, sofern ein deutscher Titel existiert.
Häufige Fragen
Wie alt ist Glen Powell?
Er wurde am 21. Oktober 1988 in Austin, Texas, geboren und ist 38 Jahre alt (Stand November 2026).
Wodurch wurde Powell bekannt?
Den internationalen Durchbruch brachte die Rolle des Piloten Jake „Hangman“ Seresin in „Top Gun: Maverick“ (2022). Zuvor war er vor allem durch die Serie „Scream Queens“ und den Film „Hidden Figures“ bekannt.
In welchen Filmen spielt Powell die Hauptrolle?
Zu seinen Hauptrollen zählen „Wo die Lüge hinfällt“ (2023), „Hit Man“ (2023), „Twisters“ (2024), „The Running Man“ (2025) und „How to Make a Killing“ (2026). In „Top Gun: Maverick“ spielte er eine der wichtigsten Nebenrollen.
Hat Powell einen Golden Globe gewonnen?
Nein. Er wurde zweimal nominiert – 2025 für „Hit Man“ und 2026 für „Chad Powers“ – hat den Preis aber nicht gewonnen. Sein bislang einziger großer Preis ist der Screen Actors Guild Award für das Ensemble von „Hidden Figures“ (2017).
Wo läuft Chad Powers in Deutschland?
Die Serie läuft in Deutschland bei Disney+. Beide Staffeln – die erste von September bis Oktober 2025, die zweite vom 3. September 2026 – sind dort verfügbar.
Was ist Powells neuester Film?
Sein neuester Kinofilm ist „How to Make a Killing“ (2026), in dem er den Becket Redfellow spielt. Ebenfalls 2026 erschien „Der Super Mario Galaxy Film“, in dem er Fox McCloud seine Stimme leiht.
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