Breitscheidplatz 19/12: Sendetermine, Besetzung, Handlung und wahre Hintergründe
Breitscheidplatz 19/12 premiered on Sunday, November 1, 2026, at 9:45 p.m. on Das Erste (ARD). The first two episodes of the six-part miniseries aired on Sunday evening, and the remaining four episodes will be shown on Das Erste in the early hours of Saturday morning, starting Friday, November 6, 2026, at 11:55 p.m. All six episodes have been available in the ARD Mediathek (ARD Media Library) since Friday, October 30, 2026.

In diesem Artikel
- What is Breitscheidplatz 19/12?
- When will Breitscheidplatz 19/12 be broadcast on ARD and in the media library?
- What is the issue at Breitscheidplatz 19/12?
- Wer spielt in Breitscheidplatz 19/12 mit?
- Wer ist Regisseur David Nawrath?
- Was ist an der Serie wahr und was ist erfunden?
- Was geschah am 19. Dezember 2016 wirklich?
- Wie wurde die Serie aufgenommen?
- Lohnt sich Breitscheidplatz 19/12?
- Frequently asked questions about Breitscheidplatz 19/12
- Weiterlesen auf Sharp Magazine
The series doesn’t recount the attack itself, but rather the months leading up to it: In the summer of 2015, state security officer Frank Laudin, played by Albrecht Schuch, attempts to infiltrate Islamist networks with the help of a paid informant. This brings the future attacker, Anis Amri, into the investigators‘ sights. This overview summarizes all broadcast dates, the cast, the plot, and the true background.
What is Breitscheidplatz 19/12?
Breitscheidplatz 19/12 is a six-part German-Austrian miniseries set in 2026. It explores the background to the attack on the Christmas market at Berlin’s Breitscheidplatz in December 2016. The series focuses on the state security investigators in North Rhine-Westphalia who monitor the future attacker for months without being able to prevent the attack.
David Nawrath directed the film, having co-written the screenplays with David Marian and a team of writers. The production was handled by NEUESUPER in co-production with ARD Degeto Film, rbb, NDR, and hr; filming took place between May and August 2025 in Vienna and Berlin . Tim Kuhn was the cinematographer, and Dascha Dauenhauer composed the music.
The series celebrated its world premiere on September 13, 2026, under the international title Blindspot Berlin at the Toronto International Film Festival. The German premiere followed on September 26, 2026, at the Hamburg Film Festival, where the production received the Producer’s Award for German Television Productions.
The narrative begins roughly 17 months before the attack and follows the investigation over a long period. According to TV magazines, the writing team relied on evaluations from the Bundestag’s investigative committee as well as confidential interviews with investigators. The committee met for three years in 132 sessions totaling more than 460 hours, but most documents remained sealed. It is precisely these gaps that define the series: it reveals what was known and leaves open what the files still conceal.
When will Breitscheidplatz 19/12 be broadcast on ARD and in the media library?
All six episodes of Breitscheidplatz 19/12 have been available to stream on the ARD Mediathek since Friday, October 30, 2026. Those wishing to watch the series live will need two evenings: The first two episodes aired on Sunday, November 1, 2026, starting at 9:45 p.m. on Das Erste (ARD), and episodes three through six will air in the early hours of Saturday morning, starting November 6, 2026, at 11:55 p.m.
The episodes are also available simultaneously via the ARD’s free livestream on Joyn. Due to the late broadcast time on the second night, the media library is the easier option for many viewers: all episodes can be accessed there regardless of the time.
The splitting of the series across two evenings is unusual for a six-part drama: Instead of airing weekly, Das Erste will broadcast the first two episodes on Sunday evening and the remaining four in a single, long night. For viewers who want to watch all the episodes back-to-back, the media library is the obvious choice, as all six episodes have been available there since October 30th. Those opting for the linear broadcast should set aside time for the second night, as the final episodes don’t air until after midnight.
What is the issue at Breitscheidplatz 19/12?
Die Handlung setzt im Sommer 2015 ein. Nach mehreren Terroranschlägen in Frankreich will der Staatsschützer Frank Laudin herausfinden, wie islamistische Prediger junge Männer für den sogenannten Islamischen Staat und den Krieg in Syrien anwerben. Sein Vorgesetzter Jakob Friedrich setzt dagegen auf sichtbare Härte und lässt einen radikalisierten Studenten festnehmen, um Stärke zu demonstrieren.
Laudin geht einen anderen Weg: Er verpflichtet den vorbestraften Murat Cem als bezahlten Informanten. Cem soll sich über seinen Freund, den Prediger Abu Salman, Zugang zur Szene verschaffen. Dort fällt ihm Anis Amri auf, ein gewaltbereiter Einzelgänger, den Cem für genau jenen Typus hält, aus dem Attentäter werden.
Die junge Polizistin Isra Al-Husseini, deren Familie einst aus dem Irak floh, prüft Cems Hinweise und unterstützt die Ermittlungen mit ihren Arabischkenntnissen. Beim Bundeskriminalamt beißt sie damit jedoch auf Granit: Der Ermittler Karsten Heyse hält Amri für einen kleinen Fisch und bremst Laudins Team aus. So entsteht das Bild eines Geflechts aus Zuständigkeiten und Rivalitäten, in dem Warnsignale versanden.
Laudin leitet eine Einheit im Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, die sich mit verschiedenen islamistischen Terrorzellen des Landes beschäftigt. Sein Vorgesetzter Friedrich will keinen Fehler machen und stellt sich deshalb nur halbherzig hinter seinen Ermittler. Das Bundeskriminalamt in Person von Ermittler Heyse scheint Laudins Pläne sogar zu torpedieren. Aus diesen Reibungen zwischen den Behörden entsteht der eigentliche Thriller der Serie: nicht aus Verfolgungsjagden, sondern aus Zuständigkeitsfragen, Misstrauen und gebremsten Warnungen.
Der Anschlagstag selbst ist kein Teil der Handlung. Die Serie endet vor der Tat und stellt stattdessen die Frage, die bis heute im Raum steht: Hätte der Anschlag verhindert werden können? Eine eindeutige Antwort gibt sie nicht, und auch der Untersuchungsausschuss des Bundestages konnte sie nicht abschließend klären.
Wer spielt in Breitscheidplatz 19/12 mit?
Die Besetzung von Breitscheidplatz 19/12 verbindet erfahrene Darsteller mit neuen Gesichtern. Albrecht Schuch trägt als Frank Laudin die Serie, an seiner Seite stehen Bayan Layla als Polizistin Isra Al-Husseini und Tamer Trasoglu als Informant Murat Cem. Den späteren Attentäter Anis Amri spielt Wael Alkhatib.
Weitere Rollen spielen unter anderem Dirk Warme, Jakob Geßner, Ibtasamm Shah, Karam Jumaa, Thomas Dehler und Özgür Karadeniz. Die Hauptfigur Frank Laudin ist ausdrücklich fiktiv: Er steht stellvertretend für die Ermittler, die damals mit dem Fall befasst waren, und ist keine Abbildung einer einzelnen realen Person.
Für Bayan Layla ist die Rolle der Isra auch persönlich bedeutsam: Die syrisch-deutsche Schauspielerin hat im Interview erzählt, dass sie durch die Arbeit an der Serie echte Versäumnisse der Behörden erkannt habe, zugleich aber auch verstanden habe, wie verschachtelt Zuständigkeiten und Entscheidungswege waren. Pauschale Schuldzuweisungen fallen ihr deshalb schwer.
Die Serie verzichtet bewusst auf ein einzelnes Star-Gesicht als Verkaufsargument: Zwar trägt Schuch die Hauptrolle, doch das Ensemble erzählt die Geschichte gemeinsam. Neben den Ermittlern stehen die Figuren aus dem Umfeld der Szene im Mittelpunkt, vom Prediger über den Informanten bis zu jungen Männern, die für den Krieg in Syrien angeworben werden sollen. Gerade diese Breite macht die Vorgeschichte greifbar: Sie zeigt nicht einen Täter, sondern ein Milieu, in dem Warnsignale über Monate hinweg auftauchen und wieder versanden.
Wer ist Regisseur David Nawrath?
David Nawrath, geboren 1980, ist ein Berliner Regisseur und Drehbuchautor. Vor der Miniserie drehte er unter anderem den Film Atlas. Für die neue Serie arbeitete er nach intensiver Recherche: Das Autorenteam sichtete Unterlagen und sprach mit Fachleuten, um die Arbeit des Staatsschutzes so genau wie möglich abzubilden.
Nawrath inszeniert die Vorgeschichte als langsamen, misstrauischen Thriller: lange Beobachtungen, ruhige Verfolgungsfahrten, viele Gespräche in Behördenräumen. Die Anspannung entsteht weniger aus Action als aus dem Wissen der Zuschauer, wohin die Geschichte führt, während die Figuren noch im Dunkeln tappen.
Den Machern war es nach Angaben der ARD Degeto ein Anliegen, den Anschlag nicht nachzuerzählen, sondern den Blick dorthin zu lenken, wo bis heute Schatten liegt: auf Warnsignale, Akten und Entscheidungen, die erst im Nachhinein ihre Bedeutung bekamen.
Was ist an der Serie wahr und was ist erfunden?
Breitscheidplatz 19/12 ist keine Dokumentation, sondern eine fiktionale Serie auf der Grundlage wahrer Begebenheiten. Die Rahmenhandlung stimmt: Es gab Warnungen vor dem späteren Attentäter, es gab Überwachung und Zuständigkeitsstreit zwischen Behörden, und es gab einen Untersuchungsausschuss, dessen Dokumente größtenteils unter Verschluss blieben.
Erfunden und dramaturgisch verdichtet sind dagegen die Hauptfiguren und viele einzelne Szenen. Frank Laudin, Isra Al-Husseini und Murat Cem sind keine Porträts realer Personen, sondern fiktive Figuren, an denen die Serie Abläufe, Konflikte und Versäumnisse erzählt. Auch Dialoge und manche Begegnungen sind zugespitzt, um in sechs Folgen à 45 Minuten eine komplexe Vorgeschichte erzählbar zu machen.
Gerade diese Mischung macht die Serie diskussionswürdig: Sie behauptet nicht, die Wahrheit über den Anschlag zu kennen, sondern zeigt, wie viele lose Enden, halbe Informationen und gebremste Ermittlungen es vorher gab. Wer die Serie als Tatsachenbericht liest, missversteht sie; wer sie als reine Erfindung abtut, übersieht, wie nah sie an den dokumentierten Fragen bleibt.
Nach Angaben der Kritik wurden auch andere Details der Ermittlungsarbeit erfunden oder fiktional erweitert. Das betrifft nicht nur die Figuren, sondern einzelne Abläufe, Begegnungen und Entscheidungen, die so in den Akten nicht belegt sind. Für Zuschauer bedeutet das: Die Serie ist ein Angebot, die Vorgeschichte zu verstehen, kein Protokoll. Wer nach dem Schauen die Fakten prüfen will, findet in den Berichten des Untersuchungsausschusses und in der Berichterstattung über den Anschlag die belegbaren Grundlagen, an denen sich die Erfindung messen lässt.
Was geschah am 19. Dezember 2016 wirklich?
Am Abend des 19. Dezember 2016 steuerte der 24-jährige Tunesier Anis Amri einen entwendeten Lastwagen in die Menschenmenge des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche in Berlin. Zuvor hatte er den polnischen Fahrer des Lastwagens getötet. Zwölf Menschen starben noch am Abend der Tat, ein weiteres Opfer erlag später seinen Verletzungen, rund 70 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer.
Amri floh nach der Tat und wurde am 23. Dezember 2016 bei einer Personenkontrolle in Sesto San Giovanni bei Mailand von der Polizei erschossen. Der Anschlag gilt als einer der schwersten islamistischen Anschläge in der deutschen Geschichte und jährt sich im Dezember 2026 zum zehnten Mal.
Die Aufarbeitung zog sich über Jahre hin. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages befasste sich drei Jahre lang mit den Vorgängen, doch große Teile der Akten blieben geschwärzt oder unter Verschluss. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob und an welcher Stelle der Anschlag hätte verhindert werden können. Genau an dieser offenen Stelle setzt die Serie an.
Wie wurde die Serie aufgenommen?
Die ersten Kritiken fallen überwiegend positiv aus. Gelobt werden vor allem die schauspielerische Leistung des Ensembles, die ruhige, fast dokumentarische Erzählweise und der Verzicht auf Sensationslust: Die Serie zeige die Ermittlungsarbeit sorgfältig und in ruhigem Tempo, zwischen dokumentarischer Ruhe und Thriller-Spannung. Kritisch angemerkt wird vereinzelt, dass manche Passagen plakativ geraten und die Serie die zentrale Frage naturgemäß nicht beantworten kann.
Auch als Zeitreise wird der Sechsteiler gewürdigt: Er erinnere an einen Anschlag, über den inzwischen seltener gesprochen werde, und behandle zugleich Themen, die bis heute aktuell seien, vom Kampf gegen den Terrorismus bis zur Frage, wie Behörden mit Warnungen umgehen. Einschaltquoten für den Startabend am 1. November lagen bei Redaktionsschluss noch nicht belastbar vor und werden hier bewusst nicht genannt.
Über die ersten Kritiken hinaus fällt auf, wie einig sich die Besprechungen in einem Punkt sind: Die Serie verzichtet auf voyeuristisches Nachstellen und auf einfache Schuldzuweisungen. Stattdessen zeigt sie einen schleichenden Kontrollverlust, der aus vielen kleinen Entscheidungen entsteht, aus Zuständigkeiten, die sich überschneiden, und aus Warnungen, die nicht weitergereicht werden. Genau darin liegt für viele Kritiker die Stärke des Sechsteilers, auch wenn die zentrale Frage am Ende offenbleibt und offenbleiben muss.
Lohnt sich Breitscheidplatz 19/12?
Wer sich für die Hintergründe des Anschlags interessiert und einen ruhigen, genau beobachtenden Politthriller schätzt, für den lohnt sich Breitscheidplatz 19/12. Die Serie verlangt Geduld: Sie setzt auf Beschattungen, Akten und Gespräche statt auf Tempo, und sie mutet den Zuschauern zu, dass am Ende keine einfache Antwort steht.
Am besten wirkt der Sechsteiler am Stück in der Mediathek, wo alle sechs Folgen seit dem 30. Oktober bereitstehen. Wer linear zuschauen will, sollte sich die zweite Nacht vormerken: Die Folgen drei bis sechs laufen erst ab 23:55 Uhr und damit für viele zu spät. Inhaltlich ist die Serie nichts für nebenbei, sondern für Zuschauer, die sich auf ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte einlassen wollen.
Für Zuschauer, die den Anschlag selbst miterlebt haben oder Angehörige verloren haben, kann die Serie trotzdem schwer sein, auch wenn sie die Tat nicht zeigt. Die Vorgeschichte führt über Monate an den Punkt heran, an dem aus Warnungen eine Katastrophe wird, und das Wissen um das Ende begleitet jede Folge. Wer sich darauf einlässt, sollte sich Zeit nehmen und die Folgen nicht nebenbei schauen. Die Mediathek bietet dafür den ruhigeren Rahmen als die späte Nacht im linearen Programm.
One final note: The series does not depict the attack itself and does not name any victims as characters. Those who wish to learn about the true events before watching can find the facts in the section about the attack above; those who simply want to watch the series can start directly with episode one.
Frequently asked questions about Breitscheidplatz 19/12
When does the series air on television?
Episodes one and two aired on Sunday, November 1, 2026, starting at 9:45 p.m. on ARD. Episodes three through six will follow on Friday, November 6, 2026, starting at 11:55 p.m., with the last three episodes airing after midnight.
How many episodes does the series have?
The series has six episodes, each 45 minutes long. All six episodes have been available to stream on the ARD Mediathek since October 30, 2026.
Is the series based on a true story?
No, not in the strictest sense. The series is based on true events and intensive research, but it is fictionalized and dramatically condensed. The main characters are invented, and the day of the attack itself is not depicted.
Who plays Frank Laudin?
Frank Laudin is played by Albrecht Schuch. The character is fictional and represents the state security investigators who were involved in the case at the time.
Where was the series filmed?
Filming took place between May and August 2025 in Vienna and Berlin. The production was handled by NEUESUPER for ARD Degeto, rbb, NDR and hr.
Is it possible to stream all the episodes already?
Yes. All six episodes have been available in the ARD Mediathek since October 30, 2026. Additionally, the episodes are simultaneously streamed live for free on ARD’s Joyn platform.
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