Franziska Castell: Beruf, Karriere und Ehe mit Theo Koll
Franziska Castell ist eine deutsche Kultur- und Wissenschaftsmanagerin sowie Unternehmerin. Sie war Geschäftsführerin des Kunstfestes Weimar und des Internationalen Liedwettbewerbs „Das Lied“. Später arbeitete sie für die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen. Heute ist sie Mitgründerin und Geschäftsführerin der Berliner mitmind UG. Öffentlich bekannt ist sie auch als Ehefrau des Journalisten und früheren ZDF-Hauptstadtstudioleiters Theo Koll. Ihre eigenständige berufliche Laufbahn umfasst Kulturmanagement, Fundraising, internationale Förderbeziehungen und Wissenschaftsorganisation.
Was macht Franziska Castell heute beruflich?
Franziska Castell ist Mitgründerin und Geschäftsführerin der mitmind UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Berlin. Gemeinsam mit Nadine Gärber gründete sie das Unternehmen im Oktober 2024, wie die beiden Gründerinnen in einem Unternehmensbeitrag von mitmind erläutern.
Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 6. Dezember 2024 beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 270138. Beide Gründerinnen sind als Geschäftsführerinnen registriert, wie die Unternehmensdaten von OpenRegister dokumentieren.
Die Agentur verbindet Naturwissenschaften mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Laut ihrer offiziellen Website entwickelt mitmind Förderprogramme, organisiert Veranstaltungen und unterstützt wissenschaftliche Stiftungen bei strategischen und organisatorischen Aufgaben. Zum Angebot gehören außerdem digitale Bewerbungsportale für Stipendien und Förderungen.

Ein konkretes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung (CNV-Stiftung). Die von der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard gegründete Stiftung unterstützt Wissenschaftlerinnen mit Kindern dabei, Forschung und Familie besser miteinander zu vereinbaren.
Mitmind übernahm nach eigenen Angaben Geschäftsführungsaufgaben für die Stiftung, gestaltete deren Website neu, professionalisierte die Bewerbungsverfahren und unterstützte die Gewinnung zusätzlicher Förderer. Auch ein digitales System zur Verwaltung von Kontakten und Förderbeziehungen wurde eingerichtet.
Franziska Castell wird im offiziellen Impressum der CNV-Stiftung als Kontaktperson geführt. Über mitmind ist sie damit in Projekte eingebunden, die Stiftungsmanagement, Wissenschaftskommunikation, Veranstaltungsorganisation und Fundraising miteinander verbinden.
Ihre berufliche Laufbahn: von Weimar bis Lindau
Castells beruflicher Werdegang führte sie von der Organisation kultureller Veranstaltungen über die Förderung musikalischer Nachwuchstalente bis in das internationale Wissenschaftsmanagement. Mehrere Stationen sind durch zeitgenössische Berichte und offizielle Organisationsunterlagen dokumentiert.
Kunstfest Weimar und der Wettbewerb „Das Lied“
Im Jahr 2006 war Franziska Castell Geschäftsführerin des Kunstfestes Weimar, das damals unter der künstlerischen Leitung von Nike Wagner stand. Das Festival wurde seinerzeit unter dem Namen „Pèlerinages“ veranstaltet und verband klassische Musik mit Theater, Literatur, Tanz, Ausstellungen und gesellschaftspolitischen Themen.
Ein Interview der WELT vom 23. August 2006 dokumentiert Castells damalige Leitungsfunktion. Gemeinsam mit Nike Wagner sprach sie über die Organisation des Festivals, dessen internationale Ausrichtung und die Herausforderungen der Kulturfinanzierung.
Dabei berichtete Castell, dass das Kunstfest im Jahr 2006 rund 600.000 Euro eingeworben habe. Sie betonte zugleich die wachsende Bedeutung privater Sponsoren und Stiftungen, da sich das Festivalbudget nicht allein durch diese Finanzierungsquellen decken ließ. Die Summe stammt aus ihrer damaligen Interviewaussage.
Auch andere berufliche Stationen zeigen ihre Erfahrung im internationalen Kulturbereich. Laut einem Unternehmensporträt von mitmind gründete Castell die Agentur Mitmuse, die Besuche englischer Opernfestivals organisierte. Außerdem verantwortete sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Theaterfestival Basel. Genaue Zeiträume nennt die Unternehmensdarstellung für diese Tätigkeiten nicht.
Eine weitere wichtige Position übernahm Castell beim Internationalen Liedwettbewerb „Das Lied“, den der Bassbariton Thomas Quasthoff ins Leben gerufen hatte. Der Wettbewerb diente der Förderung junger Sängerinnen und Sänger im Bereich des klassischen Kunstliedes.
Castell war Geschäftsführerin des Wettbewerbs. Diese Funktion ist durch die Dokumentation der Jahreskonferenz Musikland Niedersachsen 2010 belegt.
Als Thomas Quasthoff den Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2010 aus persönlichen Gründen nicht selbst entgegennehmen konnte, nahm Castell die Auszeichnung stellvertretend für ihn entgegen.
Ihre Beschäftigung mit Kulturfinanzierung ist auch durch eine akademische Veröffentlichung dokumentiert. Im November 2011 erschien im Rahmen des Masterprogramms Kulturmanagement der Universität Basel eine Zusammenfassung ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Fundraising für den Erweiterungsbau des Städel Museums in Frankfurt am Main“.
Darin untersuchte sie Finanzierungsquellen und Methoden des Fundraisings am Beispiel des Frankfurter Museumsprojekts. Ein Schwerpunkt lag auf den Möglichkeiten privater Kulturförderung und der Frage, welche Voraussetzungen für die erfolgreiche Mittelbeschaffung bei größeren Kulturprojekten erforderlich sind.
Die Publikation der Universität Basel von 2011 führt Castell zugleich als Geschäftsführerin des Unternehmens „Internationaler Liedwettbewerb in Berlin GmbH“ auf.
Damit dokumentiert die Veröffentlichung sowohl ihre damalige berufliche Position als auch ihre akademische Auseinandersetzung mit Kulturmanagement und Museumsfundraising. Ein Beschäftigungsverhältnis beim Städel Museum lässt sich daraus nicht ableiten.
Lindauer Nobelpreisträgertagungen
Im März 2019 begann Franziska Castell ihre Tätigkeit bei der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen im Bereich internationaler Förderbeziehungen. Der offizielle Jahresbericht 2019 nennt ausdrücklich diesen Eintrittsmonat.
Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen bringen Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger mit ausgewählten jungen Forschenden aus verschiedenen Ländern zusammen. Sie fördern den wissenschaftlichen Austausch zwischen Generationen und Forschungsdisziplinen.

Die Stiftung unterstützt die langfristige finanzielle und organisatorische Absicherung dieser Veranstaltungen. Internationale Förderbeziehungen sind dafür besonders wichtig, da die Treffen auf die Unterstützung institutioneller und privater Förderer angewiesen sind.
Im Jahresbericht 2023 wird Franziska Castell als Director International Benefactor Relations geführt. Ihr Verantwortungsbereich lag damit bei den internationalen Beziehungen zu Förderern und Unterstützern der Stiftung.
Der offizielle Organisationsbericht für 2024 dokumentiert ihr Ausscheiden aus dieser Position im Juni 2024. Ihre Tätigkeit bei der Stiftung lässt sich somit auf den Zeitraum von März 2019 bis Juni 2024 eingrenzen.
Nach dem Ende ihrer Lindauer Tätigkeit gründete Castell 2024 gemeinsam mit Nadine Gärber die mitmind UG. Dort setzt sie ihre berufliche Arbeit im Wissenschafts- und Stiftungsumfeld fort.
Franziska Castell und Theo Koll: Ehe und öffentliches Leben
Franziska Castell ist mit dem deutschen Fernsehjournalisten Theo Koll verheiratet. Koll wurde unter anderem als politischer Korrespondent, Moderator und Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin bekannt.

Die Ehe ist durch zeitgenössische Bildagenturquellen dokumentiert. Am 16. Februar 2023 besuchten beide die Eröffnung der 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Eine Aufnahme von Getty Images zeigt das Paar bei der Berlinale und bezeichnet Castell ausdrücklich als Ehefrau von Theo Koll.
Ein weiterer gemeinsamer öffentlicher Auftritt ist beim 73. Bundespresseball am 17. April 2026 belegt. Die beiden wurden bei der Veranstaltung im Berliner Hotel Adlon Kempinski fotografiert, wie eine Bildaufnahme von Getty Images dokumentiert.
Ein genaues Hochzeitsdatum lässt sich aus diesen Aufnahmen allerdings nicht ableiten. Die geprüften öffentlichen Quellen bestätigen die Ehe, liefern aber keinen ausreichend belastbaren Nachweis über den Zeitpunkt der Hochzeit.
Über Castells Familienleben sind weitere Angaben aus ihrem beruflichen Umfeld bekannt. In einem Unternehmensbeitrag von mitmind aus dem Jahr 2026 wird sie als Mutter von fünf Kindern und Großmutter beschrieben.
Diese Information stammt aus der eigenen Unternehmenskommunikation. Sie belegt jedoch nicht, dass alle fünf Kinder gemeinsame Kinder von Franziska Castell und Theo Koll sind. Weitergehende Angaben über die familiären Verhältnisse lassen sich daraus nicht zuverlässig ableiten.
Wie alt ist Franziska Castell und warum gibt es unterschiedliche Namen?
Franziska Castell wurde nach öffentlich zugänglichen Unternehmensdaten 1961 geboren und wird im Jahr 2026 65 Jahre alt.
Das Personenprofil von Registercheck führt sie ausdrücklich mit dem Geburtsjahr 1961. Dazu passt ein Bericht der WELT vom 23. August 2006, in dem sie als damals 45-jährige Geschäftsführerin des Kunstfestes Weimar bezeichnet wurde.
Auch die Unternehmensdaten von OpenRegister führen Franziska Andrea Beatrix Castell-Koll mit einem Alter von 65 Jahren.
Die Quellen sind unterschiedlich einzuordnen: Die WELT liefert eine zeitgenössische Altersangabe, während Registercheck und OpenRegister strukturierte Unternehmens- und Personendaten bereitstellen. Ein vollständiges amtliches Geburtsdatum ist durch diese Angaben allein nicht unabhängig bestätigt.
Neben der Altersfrage können auch die unterschiedlichen Namensformen für Verwirrung sorgen.
Registercheck nennt sie Franziska Andrea Beatrix Gräfin zu Castell-Castell. OpenRegister führt die Geschäftsführerin der mitmind UG dagegen unter dem Namen Franziska Andrea Beatrix Castell-Koll.
Beide Einträge beziehen sich auf die mitmind UG mit der Handelsregisternummer HRB 270138. Die unterschiedlichen Namensformen lassen sich damit derselben beruflichen Person zuordnen.
Wann und aus welchen persönlichen Gründen einzelne Namensformen verwendet wurden, geht aus den öffentlich zugänglichen Registerübersichten allein nicht vollständig hervor. Weitergehende familiengeschichtliche Zuordnungen lassen sich daraus nicht zuverlässig ableiten.
Häufige Fragen zu Franziska Castell
Hat Franziska Castell am Städel Museum gearbeitet?
Die Universität Basel dokumentierte 2011 ihre Diplomarbeit über das Fundraising für den Erweiterungsbau des Städel Museums in Frankfurt am Main. Die Veröffentlichung belegt ihre akademische Beschäftigung mit dem Museumsprojekt, jedoch kein Beschäftigungsverhältnis beim Städel Museum. Quelle: Universität Basel
Welche Aufgaben hatte Franziska Castell bei den Lindauer Nobelpreisträgertagungen?
Von März 2019 bis Juni 2024 war sie im Bereich internationaler Förderbeziehungen tätig. Im Jahresbericht 2023 wird sie als „Director International Benefactor Relations“ geführt. Ihr Verantwortungsbereich betraf damit die Beziehungen zu internationalen Förderern und Unterstützern der Stiftung. Quelle: Lindauer Jahresbericht 2023
Haben Franziska Castell und Theo Koll gemeinsame Kinder?
Ein Unternehmensbeitrag von mitmind aus dem Jahr 2026 beschreibt Franziska Castell als Mutter von fünf Kindern und Großmutter. Ob und wie viele dieser Kinder aus ihrer Ehe mit Theo Koll stammen, lässt sich anhand dieser Quelle nicht feststellen. Quelle: mitmind
Was ist die Verbindung zwischen Franziska Castell und der CNV-Stiftung?
Die Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung fördert Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Die mitmind UG unterstützt die Stiftung bei Geschäftsführungsaufgaben, digitalen Bewerbungsverfahren und der Betreuung von Förderbeziehungen. Franziska Castell wird im offiziellen Impressum der CNV-Stiftung als Kontaktperson genannt. Quelle: CNV-Stiftung