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Rita Süssmuth: Nachruf auf die frühere Bundestagspräsidentin (1937–2026)

Emilia Emil11 Min. Lesezeit
Rita Süssmuth bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung im März 2011
Foto: Stephan Röhl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
In diesem Artikel
  1. Rita Süssmuth: Wer war Rita Süssmuth?
  2. Wie fand Rita Süssmuth den Weg in die Politik?
  3. Was prägte ihre Zeit als Bundesministerin?
  4. Was leistete sie als Bundestagspräsidentin?
  5. Wofür setzte sie sich nach ihrer aktiven Zeit ein?
  6. Wie sah ihr Privatleben aus?
  7. Wie verabschiedete sich Deutschland von Rita Süssmuth?
  8. Häufige Fragen zu Rita Süssmuth
  9. Quellen
  10. Weiterlesen auf Sharp Magazine

Rita Süssmuth: Mit Rita Süssmuth ist eine der prägendsten Stimmen der deutschen Demokratie verstummt: Die frühere Bundestagspräsidentin und erste Bundesfrauenministerin starb am 1. Februar 2026 im Alter von 88 Jahren in ihrem Wohnort Neuss. Zehn Jahre lang stand sie an der Spitze des Deutschen Bundestages – durch die friedliche Revolution in der DDR, die Wiedervereinigung und den Umzug des Parlaments nach Berlin. Am 24. Februar 2026 ehrte sie der Bundestag mit einem Trauerstaatsakt, der höchsten Würdigung, die die Bundesrepublik einem Menschen des öffentlichen Lebens zuteilwerden lassen kann. Dieser Nachruf zeichnet das Leben einer Frau nach, die als Professorin begann, als Ministerin Geschichte schrieb und als Parlamentspräsidentin über alle Parteigrenzen hinweg Respekt gewann.

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Steckbrief: Rita Süssmuth
Vollständiger NameRita Süssmuth, geborene Kickuth
Geboren17. Februar 1937 in Wuppertal
Gestorben1. Februar 2026 in Neuss, 88 Jahre alt
BerufErziehungswissenschaftlerin und Politikerin (CDU)
ÄmterBundestagspräsidentin (1988–1998), Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (1985–1988)
BundestagMitglied 1987–2002, Direktmandat Göttingen
Familieverheiratet mit Hans Süssmuth (1964–2020), Tochter Claudia, fünf Enkelkinder
WohnortNeuss, Ehrenbürgerin seit 2022
AuszeichnungGroßkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1990)

Rita Süssmuth: Wer war Rita Süssmuth?

Rita Süssmuth war eine der profiliertesten Politikerinnen der Bundesrepublik – und eine Seiteneinsteigerin im besten Sinne. Als Bundeskanzler Helmut Kohl sie 1985 in sein Kabinett berief, war sie der Öffentlichkeit kaum bekannt: Erst vier Jahre zuvor, mit 44 Jahren, war sie in die CDU eingetreten. Doch die Professorin für Erziehungswissenschaft gewann rasch Ansehen. In Meinungsumfragen erreichte sie so hohe Beliebtheitswerte, dass sie bald als „lovely Rita“ galt – eine Rarität für eine CDU-Politikerin jener Jahre.

Was sie auszeichnete, war die Verbindung aus Fachkompetenz, klarer Haltung und dem Mut, auch unbequem zu werden. Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte sie nach ihrem Tod als „Ausnahmepolitikerin“, die ihrer Zeit voraus gewesen sei und gelegentlich auch der eigenen Partei Widerspruch zumutete – und doch „mit Leib und Seele Christdemokratin“ geblieben sei. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner nannte sie „eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik“. Ihr Lebensthema blieb die Gleichberechtigung: als erste Bundesministerin, die den Bereich Frauenpolitik auf Bundesebene etablierte, als langjährige Vorsitzende der Frauen Union und als streitbare Vordenkerin für ein modernes Familienbild.

Helmut Kohl und Rita Süssmuth auf einer CDU-Wahlkundgebung in Duderstadt 1990
Foto: Peer Grimm / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Wie fand Rita Süssmuth den Weg in die Politik?

Rita Süssmuth wurde als Tochter des Schulrats Karl Kickuth und seiner Frau Hedwig am 17. Februar 1937 in Wuppertal-Barmen geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie im münsterländischen Wadersloh, das Abitur legte sie im Februar 1956 am Emsland-Gymnasium in Rheine ab. Anschließend studierte sie Philologie mit den Fächern Französisch, Geschichte und Pädagogik in Münster, Tübingen und Paris – 1961 folgte das erste Staatsexamen, 1964 die Promotion an der Universität Münster mit einer Dissertation über die Anthropologie des Kindes in der französischen Literatur der Gegenwart.

Ihre akademische Karriere verlief steil: Assistentenstelle in Osnabrück, Dozentur an der Pädagogischen Hochschule Ruhr in Dortmund, Lehrauftrag an der Ruhr-Universität Bochum – 1971 wurde sie ordentliche Professorin für Erziehungswissenschaft, 1973 folgte sie dem Ruf der Universität Dortmund. Seit 1971 arbeitete sie im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Familie mit, von 1982 bis 1985 leitete sie das Forschungsinstitut „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. 1981 trat sie der CDU bei, 1983 übernahm sie den Vorsitz des Bundesfachausschusses für Familienpolitik der Partei. Die klassische Parteikarriere war das nicht – wie die Neue Zürcher Zeitung festhielt, war sie erst wenige Jahre vor ihrer Ministerernennung in die CDU eingetreten. Doch genau diese Unabhängigkeit machte sie für Helmut Kohl interessant.

Was prägte ihre Zeit als Bundesministerin?

Am 26. September 1985 berief Helmut Kohl sie als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit ins Kabinett – vorgeschlagen hatte sie ihr Vorgänger Heiner Geißler, der sich ganz auf sein Amt als CDU-Generalsekretär konzentrieren wollte. Ab dem 6. Juni 1986 kam der Bereich Frauen hinzu, womit sie zur ersten Bundesfrauenministerin der Bundesrepublik wurde. Bis zu ihrem Ausscheiden am 25. November 1988 vertrat sie einen bewusst weit gefassten Gesundheitsbegriff und setzte Akzente, die über die Parteigrenzen hinweg Beachtung fanden.

In der Familienpolitik erreichte sie Konkretes: 1985 wurden die noch unter Geißler erarbeiteten Gesetze über Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub verabschiedet – erstmals hatten alle Mütter und Väter einen Anspruch auf Erziehungsgeld. Hinzu kamen die Anerkennung der Kindererziehungszeiten (Babyjahr) in der Rentenversicherung und eine deutliche Anhebung des steuerlichen Kinderfreibetrags. Als Gesundheitsministerin musste sie sich im April 1986 über Nacht dem Reaktorunglück von Tschernobyl stellen: Noch am selben Tag berief sie die Strahlenschutzkommission der Bundesregierung ein und ließ alle Haushalte über die Gefahren erhöhter Strahlenwerte aufklären.

Historisch war vor allem ihr Umgang mit AIDS: Sie setzte auf ärztliche Aufklärung und Beratung statt auf Ausgrenzung und propagierte – gegen erhebliche Widerstände in der eigenen Partei – die Verwendung von Kondomen zur Prävention. „Ihre Politik gegen die Immunschwächekrankheit AIDS war bahnbrechend“, urteilte Julia Klöckner. 1987 initiierte Süssmuth die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung, der sie später als Ehrenvorsitzende verbunden blieb; 2007 erhielt sie den Reminders Day Award für ihr Engagement.

Kontrovers blieb ihr Verhältnis zum Abtreibungsrecht: Sie wandte sich gegen die Aufhebung des kassenärztlichen Schutzes bei Abtreibungen, präsentierte im Juli 1990 einen „Dritten Weg“ im Streit zwischen Indikations- und Fristenlösung – und erntete 1992 scharfe Kritik von der CDU-Bundestagsfraktion und von Kanzler Kohl persönlich, als sie mit der Initiative „Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen“ eine Reform des Paragrafen 218 vorantrieb. Dass sie Widersprüche aushielt und trotzdem ernst genommen wurde, gehörte zu ihrem politischen Markenzeichen.

Rita Süssmuth beim Grimme-Preis 2011
Foto: JCS / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Was leistete sie als Bundestagspräsidentin?

Am 25. November 1988 wählte der Bundestag Rita Süssmuth zu seiner Präsidentin – sie folgte auf Philipp Jenninger, der nach einer missglückten Rede zur Reichspogromnacht zurückgetreten war. Als zweite Frau nach Annemarie Renger übernahm sie das zweithöchste Amt im Staat und behielt es zehn Jahre lang. Mit fast zehn Jahren ist ihre Amtszeit die drittlängste in der Geschichte des Bundestages – nur Eugen Gerstenmaier und Norbert Lammert standen länger an der Spitze.

In diese Jahre fielen die größten Umbrüche der deutschen Nachkriegsgeschichte: die friedliche Revolution in der DDR, der Fall der Mauer, die Volkskammerwahl vom 18. März 1990 – gemeinsam mit der Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl bereitete Süssmuth den Weg zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 – sowie der Hauptstadtbeschluss zugunsten Berlins und der Umzug des Parlaments in die Spree-Metropole. Schon im Dezember 1989 hatte sie sich für eine gemeinsame Erklärung beider deutscher Staaten zur Anerkennung der polnischen Westgrenze eingesetzt; im Juni 1990 reiste sie mit Bergmann-Pohl nach Israel, um für den Wiedervereinigungsprozess zu werben. Für die Verhüllung des Reichstags durch Christo und Jeanne-Claude setzte sie sich ausdrücklich ein – dass das Gebäude 1995 vor dem Umbau verhüllt werden durfte, geht insbesondere auf die Befürwortung der Parlamentspräsidentin zurück.

Obwohl sie im Juni 1991 für den Verbleib des Bundestages in Bonn gestimmt hatte, gestaltete sie nach der Entscheidung aktiv den Parlamentsumzug nach Berlin – vor allem an der Ausgestaltung des Plenarbereichs im Reichstag hatte sie großen Anteil. Nach der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl wählte sie das Parlament am 20. Dezember 1990 mit 525 von 650 Stimmen erneut zur Präsidentin; nach der Wahl 1994 wurde sie mit großer Mehrheit wiedergewählt. Sie war keine rein repräsentative Amtsträgerin: 1991 sprach sie sich gegen die geplante Änderung des Asyl-Grundrechts aus, 1996 setzte sie sich auf dem CDU-Parteitag in Hannover nachdrücklich für die Einführung einer Frauenquote in der Partei ein.

Als Parlamentspräsidentin trieb sie auch Reformen voran: Ihr Vorstoß, die Zahl der rund 660 Bundestagsabgeordneten auf 500 zu senken, fand 1993 die Unterstützung aller Fraktionen; ihr Versuch einer Diätennullrunde scheiterte 1992 am Widerstand der eigenen Fraktion. Zwei Affären – eine Dienstwagenaffäre 1991 und der Vorwurf, die Flugbereitschaft für private Besuche genutzt zu haben – kratzten zeitweise an ihrem Ansehen; in beiden Fällen wurde sie entlastet: Die Bundestagsverwaltung stellte die Rechtmäßigkeit fest, und der Ältestenrat sprach sie im Januar 1997 vom Flugbereitschafts-Vorwurf frei. Nach der Bundestagswahl 1998 folgte ihr Wolfgang Thierse als Bundestagspräsident.

Wofür setzte sie sich nach ihrer aktiven Zeit ein?

Mit dem Verzicht auf eine erneute Bundestagskandidatur 2002 zog sich Rita Süssmuth keineswegs zurück – sie wurde zu einer gefragten moralischen Instanz, die „auch weiterhin öffentlich Position bezog“, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung festhält. Von 1988 bis 2015 stand sie dem Deutschen Volkshochschul-Verband als Präsidentin vor, danach als Ehrenpräsidentin. Im September 2000 berief Bundeskanzler Gerhard Schröder sie zur Vorsitzenden der Unabhängigen Kommission Zuwanderung: Der Bericht „Zuwanderung gestalten – Integration fördern“ legte 2001 auf 323 Seiten ein Gesamtkonzept für ein neues Ausländerrecht vor – die „Süssmuth-Kommission“ wurde parteiübergreifend besetzt, ihre Empfehlungen stießen bei Teilen der Union allerdings auf Ablehnung. Von 2002 bis 2004 leitete sie zusätzlich den von Innenminister Otto Schily eingesetzten Sachverständigenrat für Zuwanderung und Integration. Als Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE (2000–2003) stand sie an der Spitze der Wahlbeobachtungsmission bei den russischen Parlamentswahlen 2003.

Ihre europäische und bildungspolitische Arbeit war weit verzweigt: Präsidentin des deutschen Polen-Instituts in Darmstadt ab 2005, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (2008–2023), Präsidentin des deutschen Hochschulkonsortiums der Deutsch-Türkischen Universität in Istanbul ab 2010 – 2022 ehrte sie die Universität mit der Ehrendoktorwürde –, langjährige Vorstandsvorsitzende des Bildungsvereins EDUCATION Y, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (1999–2013) und der Europäischen Bewegung Deutschland (1994–1998). Für ihr Lebenswerk erhielt sie unter anderem das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1990), die Niedersächsische Landesmedaille (2007), den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen (2011) und den Mérite Européen in Gold (2017). Seit 2021 schreibt das Land Nordrhein-Westfalen zudem den Rita-Süssmuth-Forschungspreis für exzellente Forschung mit Geschlechterbezug aus – ein Preis, der ihren Namen mit ihrem Lebensanliegen verbindet.

Rita Süssmuth auf dem CDU-Parteitag 2012
Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wie sah ihr Privatleben aus?

Rita Süssmuth war römisch-katholisch und lebte seit Jahrzehnten in Neuss. Von 1964 bis zu dessen Tod 2020 war sie mit dem Hochschullehrer Hans Süssmuth verheiratet; aus der Ehe ging die Tochter Claudia Süssmuth Dyckerhoff hervor, sie war fünfache Großmutter. 2022 wurde sie zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt ernannt. Wer sie in Neuss traf, erlebte eine bürgernahe Politikerin, die hin und wieder mit Bürgerinnen Skat spielte – ein Bild, das so gar nicht zum Protokoll des zweithöchsten Staatsamts passte und gerade deshalb zu ihr.

Im Juni 2024 machte sie ihre Brustkrebserkrankung öffentlich: „Es geht mir nicht gut, aber ich denke positiv“, sagte sie dem Tagesspiegel. Trotz der Krankheit blieb sie in der Öffentlichkeit präsent. Am 1. Februar 2026 erlag sie in Neuss einem Krebsleiden – sechzehn Tage vor Vollendung ihres 89. Lebensjahres. Am 17. Februar 2026 wurde sie neben ihrem Ehemann auf dem Neusser Hauptfriedhof beigesetzt.

Wie verabschiedete sich Deutschland von Rita Süssmuth?

Am 24. Februar 2026 nahm Deutschland in Berlin Abschied von Rita Süssmuth: Zunächst mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale, bei dem Prälat Karl Jüsten das Requiem hielt, dann mit einem Trauerstaatsakt im Plenarsaal des Bundestages. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Staatsakt angeordnet – eine Ehrung, die nur selten gewährt wird und Persönlichkeiten vorbehalten ist, die sich „um das deutsche Volk hervorragend verdient gemacht“ haben. Gedenkreden hielten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bundeskanzler Friedrich Merz und – auf ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen – der Journalist und Autor Heribert Prantl.

Merz nannte sie einen „Leitstern für unsere demokratische Gemeinschaft“ und ein Vorbild „nicht zuletzt für die Gleichberechtigung und die politische Wirksamkeit von Frauen“. Klöckner würdigte sie als „leidenschaftliche Vordenkerin in der Frauen- und Familienpolitik“, die die Gleichberechtigung von Frauen vorangebracht habe. SPD-Chef Lars Klingbeil sagte: „Sie war ein Vorbild über alle Parteigrenzen hinweg.“ Und die CDU in ihrer langjährigen Wahlheimat Göttingen nahm Abschied von einer „Stimme der Vernunft, des Ausgleichs, der Verantwortung“. Der Deutsche Volkshochschul-Verband erinnerte an eine „leidenschaftliche Demokratin, überzeugte Europäerin und unermüdliche Kämpferin für Bildungsgerechtigkeit“.

Rita Süssmuth bei der Adalbert-Preis-Verleihung 2017 in Berlin
Foto: Pelz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Häufige Fragen zu Rita Süssmuth

Wann ist Rita Süssmuth gestorben?

Rita Süssmuth starb am 1. Februar 2026 im Alter von 88 Jahren in ihrem Wohnort Neuss. Die Nachricht gab Bundestagspräsidentin Julia Klöckner bekannt.

Was war die Todesursache von Rita Süssmuth?

Rita Süssmuth erlag einem Krebsleiden. Im Juni 2024 hatte sie ihre Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht und erklärt: „Es geht mir nicht gut, aber ich denke positiv.“

Wo wurde Rita Süssmuth beerdigt?

Sie wurde am 17. Februar 2026 – an ihrem 89. Geburtstag – neben ihrem Ehemann Hans Süssmuth auf dem Neusser Hauptfriedhof beigesetzt.

Was war Rita Süssmuth von Beruf?

Rita Süssmuth war zunächst Erziehungswissenschaftlerin: 1971 wurde sie ordentliche Professorin an der Pädagogischen Hochschule Ruhr, 1973 folgte sie einem Ruf der Universität Dortmund. Ab 1985 war sie Bundesministerin, von 1988 bis 1998 Bundestagspräsidentin.

Warum gilt Rita Süssmuth als Wegbereiterin der Frauenpolitik?

Sie war die erste Bundesministerin, die den Bereich Frauenpolitik auf Bundesebene etablierte (ab 1986), stand von 1986 bis 2001 der Frauen Union vor und setzte sich für die Frauenquote in der CDU ein. Mit der Initiative „Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen“ trieb sie 1992 die Reform des Abtreibungsparagrafen voran – gegen den Widerstand ihrer eigenen Partei.

Wer war Rita Süssmuths Ehemann?

Ihr Ehemann war der Hochschullehrer Hans Süssmuth, mit dem sie von 1964 bis zu seinem Tod 2020 verheiratet war. Das Paar hatte eine Tochter, Claudia Süssmuth Dyckerhoff, und fünf Enkelkinder.

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Emilia Emil schreibt für Sharp Magazine über Persönlichkeiten, Film und Kultur. Auf der Profilseite finden Sie die zugeordneten Beiträge sowie den Kontakt für Hinweise und Korrekturen.

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