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Sarah Thonig Rosenheim-Cops: Vom Empfang ins Sekretariat

Emilia Emil15 Min. Lesezeit
Mittertor mit Städtischem Museum in Rosenheim
Das Mittertor mit dem Städtischen Museum in Rosenheim. Foto: Helmlechner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In diesem Artikel
  1. Sarah Thonig Rosenheim-Cops: Vom Empfang ins Sekretariat
  2. Wie kam Sarah Thonig zu den Rosenheim-Cops?
  3. Was war Christin Lange am Empfang für eine Figur?
  4. Wie verändert die Beförderung Thonigs Arbeit?
  5. Wie geht Thonig mit dem Vergleich zu Frau Stockl um?
  6. Was bedeutet ihr das Team um sie herum?
  7. Wie reagieren die Zuschauer — und was sagt Thonig dazu?
  8. Was macht Sarah Thonig neben den Rosenheim-Cops?
  9. Was bleibt für Thonig und Frau Lange als Nächstes?
  10. Häufige Fragen zu Sarah Thonig bei den Rosenheim-Cops
  11. Weiterlesen auf Sharp Magazine

Sarah Thonig Rosenheim-Cops: Das ist die Geschichte einer Schauspielerin, die über ein Jahrzehnt lang am Empfang des Kommissariats stand — und jetzt das Sekretariat übernimmt. Thonig spielt Christin Lange, die Empfangsdame der „Rosenheim-Cops“, die nach dem Abschied von Miriam Stockl in das Vorzimmer der Chefetage aufrückt. Für die 34-jährige Münchnerin ist das kein Neuanfang mit einer neuen Figur, sondern die Weiterentwicklung einer Rolle, die sie seit Jahren verkörpert. Hier lesen Sie, wie Thonig zu den „Rosenheim-Cops“ kam, was Christin Lange am Empfang ausmachte, wie sich ihre Arbeit jetzt verändert — und was die Beförderung für sie persönlich bedeutet.

Die wichtigsten Fakten: Name: Sarah Agrippine Thonig | Geboren: 16. Februar 1992 in München | Rolle: Christin Lange bei den „Rosenheim-Cops“ | Bei der Serie: seit Jahren (zum Startjahr gibt es unterschiedliche Angaben) | Daneben: Creative Producerin, Kino-Hauptrolle in „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ ab 5. November 2026.

Sarah Thonig Rosenheim-Cops: Vom Empfang ins Sekretariat

Wer Sarah Thonig bei den „Rosenheim-Cops“ ist, weiß jeder Zuschauer, der die Serie regelmäßig sieht: Sie ist Christin Lange, die Frau am Empfang des Rosenheimer Polizeipräsidiums, an der Seite von Marianne Grasegger. Lange nimmt Besucher in Empfang, verteilt die Post und bekommt vom Ermittlungsgeschehen meist nur am Rande etwas mit. Genau diese Figur rückt jetzt ins Zentrum der Serie. Mit der 26. Staffel übernimmt Lange das Sekretariat — und Thonig damit eine Rolle mit deutlich mehr Text, mehr Kamera und einer echten Beteiligung an den Ermittlungen.

Das Besondere an diesem Wechsel ist seine Vorgeschichte. Thonig muss sich in keine neue Figur hineinfinden, denn Christin Lange ist bereits da — seit Jahren Teil des Ensembles, dem Publikum vertraut. Sie selbst beschreibt die Beförderung als Geschenk: Sie könne mit dieser Figur das Büro übernehmen und sie weiterentwickeln. Und sie formuliert den Maßstab, an dem sie sich messen lassen will, selbst: Entscheidend sei, ob Lange im Sekretariat genauso viel Spaß habe wie zuvor Frau Stockl — und ob es genauso viel Spaß mache, ihr dabei zuzusehen.

Wer den Anlass für diesen Wechsel noch einmal nachlesen will — den Abschied von Marisa Burger und die Abschiedsfolge selbst —, findet ihn in unseren Artikeln Marisa Burger Rosenheim-Cops Ausstieg und Rosenheim-Cops Frau Stockl letzte Folge. Was die Nachfolge für das Sekretariat bedeutet, steht in unserem Artikel Rosenheim-Cops Frau Stockl Nachfolgerin. Dieser Artikel hier handelt dagegen von der Schauspielerin selbst: von ihrem Weg, ihrer Figur und dem, was die Beförderung für sie bedeutet.

Rathaus Rosenheim in der Königstraße
Das Rathaus in der Königstraße in Rosenheim. Foto: Rufus46 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wie kam Sarah Thonig zu den Rosenheim-Cops?

Sarah Thonig wurde 1992 in München geboren und wuchs im bayerischen Hinterland auf. Dass sie als gebürtige Münchnerin kein Bayerisch spricht, erzählt sie selbst mit Humor: Der Dialekt sei irgendwie an ihr vorbeigegangen, auch wenn ihre Aussprache eine gewisse Färbung habe. Bei Dreharbeiten zu einer „Inga Lindström“-Verfilmung in Schweden sei sie sogar mehrfach darauf hingewiesen worden, dass manche ihrer Worte zu bayerisch klängen. Für eine bayerische Vorabendserie ist das eine hübsche Pointe: Die Frau, die jetzt das Rosenheimer Sekretariat führt, spricht selbst keinen Dialekt — und braucht ihn für ihre Figur auch nicht.

Ihre erste Rolle übernahm Thonig bereits mit elf Jahren als Kinderdarstellerin im Film „Heiraten macht mich nervös“. Nach dem Abitur spielte sie am Residenztheater München: Zwischen 2011 und 2014 war sie festes Mitglied im Jugendensemble, dem „Jungen Resi“. Vor ihrem Engagement bei den „Rosenheim-Cops“ wirkte sie bereits in verschiedenen Fernsehproduktionen mit, darunter „Richter Alexander Hold“, „Dahoam is Dahoam“ und „Hotel 13″. Wie genau es dann zum Casting für Christin Lange kam, ist öffentlich nicht dokumentiert — der Weg selbst aber schon: vom Jugendensemble über erste Fernsehrollen hinein in das Rosenheimer Kommissariat, wo sie seit Jahren als Empfangsdame zu sehen ist. Zum genauen Startjahr gibt es unterschiedliche Angaben — einige Berichte nennen 2014, andere 2015. Dieser Artikel nennt deshalb bewusst kein Jahr, sondern nur: seit Jahren.

Schon früh legte Thonig Wert darauf, nicht nur von der Schauspielerei abhängig zu sein. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss 2020 mit dem Bachelor of Arts ab. Dazu kam eine Autorenausbildung an der Masterschool Drehbuch. Diese zweite Spur — hinter der Kamera, nicht nur davor — prägt ihren Blick auf die eigene Figur bis heute: Sie denkt über Rollenbilder nach, über Klischees und darüber, was eine Figur wie Christin Lange im Jahr 2026 noch erzählen kann.

Was war Christin Lange am Empfang für eine Figur?

Am Empfang war Christin Lange lange Zeit eine Figur des Alltags — und des sogenannten B-Plots, also der kleineren Geschichten rund um die eigentlichen Ermittlungen. Ihr Zuständigkeitsbereich lag vorrangig im Verteilen der Post. Thonig selbst sagt, dass mit ihrer Figur bisher oft mit Naivität gespielt wurde. Sie habe bei den „Rosenheim-Cops“ mit Anfang zwanzig angefangen und sich damals über Rollenbilder noch weniger Gedanken gemacht als heute. Dass sie sich einmal mit Tesafilm eingewickelt habe, erzählt sie lachend — und fragt heute, woher eigentlich ihr Bild davon kam und wovon sie geprägt war, dass sie diese Vorstellung im Kopf hatte.

Zu dieser frühen Lange gehörten auch Äußerlichkeiten, die Thonig bewusst verändert hat. In den ersten Jahren habe sie nur Röcke getragen — nicht vorgegeben, aber für sie stimmig. Mittlerweile trage Frau Lange richtig tolle Hosen mit Hosentaschen. Auch das Handy in der Hand, das früher fast schon zu Lange gehörte, spielt heute keine Rolle mehr. Und sie bemüht sich, nicht ständig den Kaffee zuzubereiten oder zu bringen. Das alles sind kleine Schräubchen, wie Thonig es nennt — Veränderungen, die man kaum bemerkt und die doch zeigen, dass sich eine langlaufende Figur mit ihrer Darstellerin weiterentwickelt.

Gerade weil Lange so lange im Hintergrund stand, liest sich die Beförderung auch als späte Anerkennung der Figur. Sie sagt selbst, dass bisher gar nicht erzählt worden sei, was Lange im beruflichen Kontext alles auf dem Kasten habe. Jetzt bekomme sie die Möglichkeit, das zu zeigen — und vielleicht zu überraschen. Der Empfang war also keine Sackgasse, sondern die lange Vorbereitung auf einen Schritt, den das Publikum nachvollziehen kann, weil es die Figur schon so lange kennt.

Inn mit Brücke und Schlossberg in Rosenheim
Der Inn mit Brücke und Schlossberg in Rosenheim. Foto: Rufus46 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wie verändert die Beförderung Thonigs Arbeit?

Für Thonig verändert sich mit dem Sekretariat zunächst ganz konkret der Arbeitsalltag. Sie steht jetzt öfter vor der Kamera, muss mehr Text lernen und ist ein Stück weit an den Ermittlungen selbst beteiligt. Früher ging es um das Postverteilen, jetzt geht es darum, Alibis zu prüfen und Entscheidendes zu den Ermittlungen beizutragen. Das Mitermitteln mache ihr nach eigenen Worten schon sehr viel Spaß. Auch ihr Schreibtisch steht in einem anderen Studio als ihr altes Büro, das sie sich über zehn Jahre lang mit Marianne Grasegger geteilt hat.

An die neue Rolle muss sie sich erst gewöhnen — und das zeigt sich in kleinen Momenten. Früher habe sie immer an die Bürotür geklopft, bevor sie eingetreten sei. Jetzt müsse sie sich daran gewöhnen, dass sie eben nicht mehr anklopfe, weil es nun ihr Büro sei. Es dauere etwas, bis man das verinnerlicht habe. Bei der Stellprobe ertappe sie sich immer noch dabei, dass sie konsequent auf die falsche Seite laufen wolle. Ihr Fazit klingt trotzdem gelassen: Für sie sei die Beförderung eher ein großes Geschenk — zumal sie sich in keine neue Rolle hineinfinden musste, weil Christin Lange ja schon da sei. Und in Frau Stockls Büro gehe sie bereits seit zehn Jahren ein und aus.

Der Übergang selbst verlief sehr organisch, wie Thonig betont. Zwar startete die Staffel Anfang Oktober im Fernsehen, doch bis zu der Folge, in der Frau Stockl den Stab übergibt, vergingen noch rund zwei Monate. Alle konnten sich langsam herantasten. Dass die Beförderung für sie auch ein Karrieresprung als Schauspielerin ist, sieht sie selbst eher nüchtern: Es sei ein Geschenk, mit dieser Figur dieses Büro übernehmen und sie weiterentwickeln zu dürfen. Nicht der Bruch zählt, sondern die Kontinuität — eine Figur, die wächst, statt ersetzt zu werden.

Wie geht Thonig mit dem Vergleich zu Frau Stockl um?

Der Vergleich mit Marisa Burger als Frau Stockl liegt nahe — und Thonig geht ihm nicht aus dem Weg, sondern benennt ihn klar. Sie sagt selbst: „Ich bin nicht Frau Stockl.“ Den Kultsatz „Es gabat a Leich!“ wird sie bewusst nicht übernehmen. Der Satz gehöre eindeutig zu Marisa, und aus ihrem Mund würde er wahrscheinlich seltsam klingen. Einen eigenen Spruch will sie sich nicht aufzwingen: So etwas müsse organisch entstehen, das gehe nicht mit dem Kopf durch die Wand. Und sie findet es anmaßend, sich hinzusetzen und zu glauben, man könne von heute auf morgen etwas ähnlich Prägnantes schaffen — Marisa habe 25 Jahre Zeit gehabt, diese Kultfigur aufzubauen.

Statt eines Vergleichs setzt Thonig auf Vertrauen in die Figur. Ihr großer Vorteil sei, dass keine komplett neue Besetzung komme, die sich erst etablieren müsse und automatisch viel stärker mit Frau Stockl verglichen würde. Weil Frau Lange schon so lange dabei sei und dem Publikum vertraut, löse die Variante hoffentlich gar nicht erst den Impuls aus, die beiden Figuren miteinander zu vergleichen. Die Fußstapfen, in die sie tritt, nennt sie wunderschön — daran brauche man gar nicht zu rütteln. Und sie unterschreibt den Satz, der ihre Haltung am besten zusammenfasst: Für Christin Lange beginnt ein neues Kapitel.

Dazu gehört auch Thonigs Blick auf Rollenbilder. Sie beschäftigt sich selbst damit, welche Klischees sie vermeiden kann und wie sich das ganz konkret, auch im Kleinen, umsetzen lässt. Dass die Kommissare sich ihren Kaffee künftig selbst holen und Frau Lange stattdessen Tee trinkt, ist für sie kein Gag, sondern Teil dieser Haltung: Eine langlaufende Serie entwickle sich eben selten mit einem großen Trommelwirbel, sondern eher in kleinen Schritten. Und genau darin sieht sie auch die Stärke der „Rosenheim-Cops“: Sie lassen sich Zeit und entwickeln sich kontinuierlich weiter, ohne große Umbrüche.

Loretokapelle mit Ave-Maria-Fresken in Rosenheim
Die Loretokapelle mit Ave-Maria-Fresken in Rosenheim. Foto: Rufus46 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Was bedeutet ihr das Team um sie herum?

Für Thonig ist der Wechsel auch deshalb zu schaffen, weil das Team um sie herum stabil bleibt. Besonders wichtig war ihr, dass sich auch ihre langjährigen Spielpartner mit der Veränderung wohlfühlen. Während es sie selbst immer im Doppelpack mit Ursula Maria Burkhart gegeben habe, die Marianne Grasegger spielt, saßen in Frau Stockls Büro eben auch Max Müller als Michi Mohr. Beide hätten sie sehr unterstützt — auch das mache ihr den Wechsel leicht. Dass sie nicht mehr Seite an Seite mit Burkhart am Empfang arbeitet, ändert an ihrem Draht zueinander nichts.

Ein kleines Ritual zeigt, wie organisch der Übergang angelegt ist: Frau Lange trinkt Tee, keinen Kaffee. In den letzten Monaten sei es zu einer Art Ritual geworden, dass Michi Mohr und Frau Lange gemeinsam Tee trinken — und sich ständig neue Teesorten ausdenken. Thonig sagt, sie habe einfach beschlossen, dass Frau Lange jetzt Tee trinke. Dass Max Müller und sie einen Heidenspaß daran hätten, sich verrückte Teesorten auszudenken, gehört für sie zu den schönen gemeinsamen Momenten, die aus der Beförderung entstanden sind.

Der Abschied selbst war für Thonig emotional — und gut begleitet. Der letzte Drehtag des Jahres sei tatsächlich mit Marisa gewesen und sehr liebevoll. Danach habe sie noch lange Zeit gehabt, darüber nachzudenken, was das wirklich für sie bedeute. Im Herbst 2025 habe man aufgehört und erst im April des neuen Jahres mit der neuen Staffel begonnen, auch wenn vorher schon der Winterfilm gedreht worden sei. Dabei habe sie sich selbst fast ein bisschen vergessen: Sie habe lange darüber nachgedacht, was das für das Team, für die Gruppe und für das Publikum sei — und irgendwann gedacht, dass sie vielleicht auch einmal darüber nachdenken sollte, was das für ihre eigene Rolle bedeute. Als ihr zum ersten Mal gesagt wurde, dass Marisa entschieden habe aufzuhören, sei ihr selbst die Kinnlade heruntergefallen. Sie schaue die Serie schließlich selbst und kenne sie seit ungefähr zwanzig Jahren.

Wie reagieren die Zuschauer — und was sagt Thonig dazu?

Auf die Frage nach den Reaktionen der Zuschauer antwortet Thonig mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Zurückhaltung. Im Interview mit den OVB Heimatzeitungen sagte sie, dass ihr die Fans es leicht machten: Bislang habe sie ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. Ihre Aufregung halte sich in Grenzen, weil Serie und Team für sie fast ein zweites Zuhause seien. Mit ihrer Figur verbinde sie einiges — und sie sagt einen Satz, der viel über ihr Verhältnis zu Lange verrät: „Ich glaube, die Neugierde von Frau Lange steckt auch in mir.“

Zugleich hat Thonig großen Respekt vor den Reaktionen. Gegenüber der „Abendzeitung München“ betonte sie, dass sie den Reaktionen der Zuschauer mit Respekt begegne und erst einmal alles auf sich zukommen lassen wolle: „Am besten reden wir da im Herbst noch mal.“ Das ist keine Ablehnung des Publikums, sondern Ehrlichkeit: Erst nach der Ausstrahlung der neuen Folgen lasse sich wirklich beurteilen, wie das Publikum den Wechsel aufnehme. Dass sie inzwischen häufiger erkannt wird — etwa nach der Arbeit, mit Kringellöckchen und geschminkt, im Supermarkt —, findet sie schön. Es wäre ja auch traurig, wenn einen niemand erkenne und niemand anspreche, weil das auch ein bisschen impliziere, dass niemand die „Rosenheim-Cops“ schaue.

Für die Zuschauer, die Thonig seit Jahren begleiten, ist diese Haltung vielleicht der wichtigste Teil der Geschichte. Sie bittet nicht um Vorschusslorbeeren, sondern um Zeit — und sie verspricht Spielfreude statt einer Kopie. Wer die Serie leidenschaftlich gerne schaut, bekommt eine Sekretärin, die ihre neue Aufgabe mit sichtbarer Freude angeht. Und wer Thonig selbst zuhört, hört eine Schauspielerin, die den Erfolg ihrer Figur nicht als selbstverständlich nimmt.

Was macht Sarah Thonig neben den Rosenheim-Cops?

Neben den „Rosenheim-Cops“ hat sich Thonig ein zweites Standbein aufgebaut — bewusst und aus Überzeugung. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss 2020 mit dem Bachelor of Arts ab. Dazu kam eine Autorenausbildung an der Masterschool Drehbuch, wobei sie selbst klarstellt: „Ich würde nie sagen: ‚Ich bin Drehbuchautorin.'“ Ihr sei es darum gegangen, die Mechanik des fiktionalen Erzählens noch besser zu verstehen. Seit 2019 arbeitete sie als freie Producerin, seit Ende 2022 ist sie als Creative Producerin fester Bestandteil des Produktionsteams von Amalia Film, wo sie Film- und Serienstoffe redaktionell und dramaturgisch mitentwickelt.

Jungen Menschen, die einen kreativen Beruf in Betracht ziehen, rät sie zu genau diesem zweiten Standbein — selbst für den Fall, dass man es niemals brauchen sollte. Als sehr sicherheitsliebender Mensch habe ihr das immer gutgetan. Als Schauspielerin arbeiten zu können, habe auch immer etwas mit Glück zu tun: Man müsse zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und sie sagt einen Satz, der ihre Haltung zusammenfasst: Das Glück sei mit den Tüchtigen und wolle erarbeitet sein, etwa über Castings — geschenkt werde einem gar nichts, im besten Fall mache man es aus Leidenschaft.

Als Schauspielerin blieb Thonig dem Krimi treu, aber nicht nur den „Rosenheim-Cops“. Von 2021 bis 2025 verkörperte sie in der ARD-Krimiserie „Watzmann ermittelt“ die Polizeiobermeisterin Caro Reiser; im Sommer 2023 verließ sie die Serie auf eigenen Wunsch, war durch die verzögerte Ausstrahlung aber noch bis zum Frühjahr 2025 zu sehen. Daneben spielte sie in Episodenrollen bei „SOKO München“, „Morden im Norden“, „München Mord“ und „SOKO Stuttgart“ sowie in einigen Folgen der Serie „My Ex“ mit Palina Rojinski. Dass sie aus dem Watzmann-Ausstieg vor allem auf ihr Bauchgefühl gehört habe, erzählt sie offen: Mit zwei durchgehenden Rollen mache man halt nicht viel anderes — und manchmal müsse man Türen schließen, damit sich neue öffnen. Eine schöne RomCom würde sie trotzdem gerne einmal spielen.

Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim mit Vorplatz
Das Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim mit Vorplatz. Foto: VKR-Werbung / Wikimedia Commons, CC0

Passend zur Beförderung bei den „Rosenheim-Cops“ steht Thonig im Herbst 2026 auch vor einer Kinopremiere: Ab dem 5. November ist sie in „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ in einer der Hauptrollen zu sehen — an der Seite von Florian Brückner, in einem bayerischen Krimi, der in Garmisch-Partenkirchen spielt und auf der Buchreihe von Jörg Maurer beruht. Den Vergleich mit den Eberhoferkrimis nimmt sie als irrsinniges Kompliment, betont aber den eigenen Look: Schnee, Skispringen und eine winterliche Atmosphäre als heimliche Hauptfigur, schwarzer Humor mit Leichtigkeit und ein Katz-und-Maus-Spiel statt eines klassischen, stringenten Mordfalls. Das ausführliche Interview mit Sarah Thonig über ihre neue Rolle lesen Sie bei prisma.de, das zweite große Interview bei prisma.de zum neuen Kapitel von Christin Lange. Über ihren Dialekt und die Rolle als Chefsekretärin spricht sie im GMX-Interview „Ich bin nicht Frau Stockl“, und ein Porträt ihres bisherigen Karrierewegs bietet teleshowpilot.com.

Was bleibt für Thonig und Frau Lange als Nächstes?

Als Nächstes steht für Thonig und ihre Figur der Alltag im neuen Amt an. Die erste Folge mit Christin Lange im Sekretariat ist „Die Mumie von Rosenheim“ am Dienstag, 1. Dezember 2026, um 19:25 Uhr im ZDF. Was Thonig sich dafür wünscht, hat sie selbst gesagt: dass man auf dem Bildschirm sehe, wie viel Spielfreude und Spaß alle Beteiligten bei den Dreharbeiten hätten. Sie gehe nach einem Drehtag nicht nach Hause und denke, ob das funktioniert habe — sie gehe nach Hause und denke: „Ach Mensch, wie schön.“ Dass sich diese Freude übertrage, sei eigentlich die Hauptsache.

Und sie sieht in der Entwicklung auch etwas Grundsätzliches. Unterhaltung sei ein hohes Gut und eine große Kunst, sagt Thonig — und eine langlaufende Serie müsse sich inhaltlich weiterentwickeln, ohne große Umbrüche, sondern in kleinen Schritten und kleinen Stellschrauben. Genau das ist die Geschichte von Sarah Thonig bei den „Rosenheim-Cops“: kein plötzlicher Sprung, sondern ein Weg vom Empfang ins Sekretariat, den eine Schauspielerin über Jahre mit ihrer Figur gegangen ist. Wer wissen will, wie es mit Frau Lange weitergeht, schaut am besten in dieser Reihenfolge: zuerst die Abschiedsfolge, dann direkt die erste Folge im neuen Amt — und achtet dabei auf die kleinen Veränderungen, die Thonig selbst so wichtig sind. Einen Überblick über die Serie bietet auch der Wikipedia-Artikel zu Die Rosenheim-Cops, die Sendetermine stehen auf der ZDF-Serienseite zu Die Rosenheim-Cops, und die OVB-Aussagen zur Zuschauerresonanz finden Sie im Walfordsnews-Artikel zum Abschied von Marisa Burger sowie im joyn-Artikel zu Thonigs Sorgen vor dem Wechsel.

Häufige Fragen zu Sarah Thonig bei den Rosenheim-Cops

Wer spielt Christin Lange bei den Rosenheim-Cops?

Christin Lange wird von Sarah Thonig gespielt. Thonig verkörpert die Figur seit Jahren — zunächst am Empfang des Kommissariats, seit der 26. Staffel im Sekretariat als Nachfolgerin von Miriam Stockl.

Seit wann ist Sarah Thonig bei den Rosenheim-Cops dabei?

Seit Jahren. Genaue Angaben dazu schwanken: Einige Berichte nennen 2014 als Start am Empfang, andere 2015. Dieser Artikel nennt deshalb bewusst kein Jahr. Sicher ist, dass Thonig ihre Figur seit über zehn Jahren spielt und lange mit Marianne Grasegger das Empfangs-Duo bildete.

Warum übernimmt Christin Lange nicht den Kultspruch „Es gabat a Leich!“?

Weil der Satz zu Frau Stockl gehört. Sarah Thonig hat das selbst klargestellt: Sie sei nicht Frau Stockl, und aus ihrem Mund würde der Satz wahrscheinlich seltsam klingen. Einen eigenen Spruch will sie sich nicht aufzwingen — so etwas müsse organisch entstehen.

Was ändert sich für Frau Lange im Sekretariat?

Sie steht öfter vor der Kamera, muss mehr Text lernen und ist ein Stück weit an den Ermittlungen beteiligt — sie prüft Alibis und trägt Entscheidendes zu den Fällen bei. Zuvor lag ihr Zuständigkeitsbereich vorrangig im Verteilen der Post, und ihre Figur spielte eher im B-Plot.

Was macht Sarah Thonig neben den Rosenheim-Cops?

Sie arbeitet als Creative Producerin bei Amalia Film, nachdem sie Kommunikationswissenschaften an der LMU studiert und eine Drehbuchausbildung abgeschlossen hat. Als Schauspielerin war sie in „Watzmann ermittelt“ als Caro Reiser zu sehen und spielt ab 5. November 2026 eine Kino-Hauptrolle in „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“.

Wann ist Thonig erstmals als Sekretärin zu sehen?

Am Dienstag, 1. Dezember 2026, um 19:25 Uhr im ZDF: „Die Mumie von Rosenheim“ ist die erste Folge mit Christin Lange im Sekretariat. In der Mediathek steht sie nach der üblichen 7-Tage-Regel voraussichtlich bereits eine Woche früher bereit.

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Emilia Emil

Emilia Emil schreibt für Sharp Magazine über Persönlichkeiten, Film und Kultur. Auf der Profilseite finden Sie die zugeordneten Beiträge sowie den Kontakt für Hinweise und Korrekturen.

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