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Snooker Regeln: Aufbau, Ablauf, Fouls und Frame-Ende im Überblick

Emilia Emil13 Min. Lesezeit

Wer zum ersten Mal ein Snooker-Match im Fernsehen sieht, versteht schnell die Bilder, aber selten die Entscheidungen: Warum wird eine eben gelochte Kugel wieder aufgesetzt? Warum bekommt der Gegner Punkte, obwohl niemand gelocht hat? Und warum gibt ein Spieler ein Frame auf, obwohl noch Kugeln auf dem Tisch liegen? Wer die Snooker Regeln einmal verstanden hat, sieht sofort, dass hinter jedem Stoß eine klare Reihenfolge steckt — und dass fast jede Regel aus dieser Reihenfolge folgt.

Snookertisch mit Kugeln in einem eleganten Snooker-Club am Abend
Snookertisch in einem eleganten Club am Abend. Realistische Illustration.
In diesem Artikel
  1. Was ist das Ziel beim Snooker?
  2. Wie ist der Snookertisch aufgebaut?
  3. Wie läuft ein Frame ab?
  4. Was bedeuten Respotting und Ball on?
  5. Was ist ein Foul — und was kostet es?
  6. Wie endet ein Frame?
  7. Was ist ein Maximum Break?
  8. Was sind Frame, Match und Best of?
  9. Welche Fehler machen Einsteiger am häufigsten?
  10. FAQ
  11. Weiterlesen auf Sharp Magazine

Das Spiel, das fast überall gespielt wird, heißt Snooker: 15 rote Kugeln, sechs farbige Kugeln und eine weiße Spielkugel auf einem Tisch von fast dreieinhalb mal knapp zwei Metern. Zwei Spieler lochen abwechselnd nach der Regel Rot–Farbe–Rot–Farbe, bis keine Rote mehr liegt, und spielen dann die Farben in fester Reihenfolge aus. Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau des Tisches, den Ablauf eines Frames, das Wiederaufsetzen der Farben, die Fouls mit ihren Strafpunkten sowie das Frame-Ende — vom einfachen Break bis zur Re-spotted Black.

Das Wichtigste in Kürze

  • 22 Kugeln: 15 Rote (je 1 Punkt), sechs Farben (2 bis 7 Punkte) und die weiße Spielkugel.
  • Ablauf: Rot lochen, dann eine Farbe nach Wahl lochen, dann wieder Rot — solange Rote auf dem Tisch liegen.
  • Gelochte Farben werden wieder aufgesetzt, solange noch Rote liegen; im Endspiel werden die Farben in der Reihenfolge Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink, Schwarz gelocht und bleiben in den Taschen.
  • Fouls kosten mindestens 4 Strafpunkte für den Gegner — oder den Wert der beteiligten Kugel, wenn dieser höher ist.
  • Ein Frame gewinnt, wer nach dem Lochen aller Kugeln die meisten Punkte hat; bei Gleichstand nach der letzten Schwarzen entscheidet die Re-spotted Black.
Snooker Regeln: Rote Kugeln als Dreieck mit Pink an der Spitze auf einem Snookertisch
Das rote Dreieck mit Pink an der Spitze und Schwarz dahinter. Realistische Illustration.

Was ist das Ziel beim Snooker?

Das Ziel ist denkbar einfach: Wer am Ende eines Frames mehr Punkte hat als der Gegner, gewinnt das Frame. Punkte entstehen auf zwei Wegen: durch das Lochen der richtigen Kugeln in der richtigen Reihenfolge und durch Strafpunkte, die der Gegner nach einem Foul erhält. Ein Frame ist ein einzelnes Spiel — ein Match besteht aus mehreren Frames, deren Zahl vorher festgelegt wird.

Der Reiz des Spiels liegt in dieser Verbindung aus Präzision und Taktik: Wer eine Rote locht, darf weiterspielen und wählt danach eine Farbe — je höher der Wert der Farbe, desto mehr Punkte, desto schwieriger aber meist auch die Stellung für die nächste Rote. Wer dagegen einen Fehler macht, beendet nicht nur seine Aufnahme, sondern schenkt dem Gegner oft auch noch Punkte. Genau deshalb gehören die Snooker Regeln für den Ablauf zu den ersten Dingen, die Einsteiger lernen sollten: Sie sind kurz, aber jeder einzelne Punkt darin entscheidet über Frame-Gewinn oder Frame-Verlust.

Wie ist der Snookertisch aufgebaut?

Der Snookertisch ist mit Abstand der größte Tisch aller Billarddisziplinen. Die Spielfläche innerhalb der Banden misst 3569 mal 1778 Millimeter — rund 12 mal 6 Fuß Tischmaß — und die Höhe bis zur Bandenoberkante liegt zwischen 851 und 876 Millimetern. Sechs Taschen nehmen die Kugeln auf: je eine an den vier Ecken und je eine in der Mitte der beiden langen Banden. Die Kugeln selbst haben einen Durchmesser von 52,5 Millimetern, der Queue muss mindestens 914 Millimeter lang sein.

Am unteren Ende des Tisches — der Fußbande, von der aus eröffnet wird — liegt die Baulk: Eine Linie 737 Millimeter vor der Fußbande, die Baulk-Linie, und darauf ein Halbkreis mit 292 Millimetern Radius, das sogenannte D. Aus diesem D wird der Eröffnungsstoß gespielt. Die farbigen Kugeln haben feste Plätze, die Spots: Von der Baulk-Seite aus gesehen liegen Gelb rechts und Grün links an den Ecken des D, Braun in der Mitte der Baulk-Linie, Blau in der Tischmitte, Pink an der Spitze des roten Dreiecks und Schwarz auf seinem eigenen Spot vor der oberen Bande. Die 15 Roten stehen als eng gepacktes Dreieck mit der Spitze knapp hinter Pink.

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Kugel Wert Spot
Rot (15×) 1 Punkt Dreieck, Spitze hinter Pink
Gelb 2 Punkte D-Ecke rechts (von der Baulk-Seite)
Grün 3 Punkte D-Ecke links (von der Baulk-Seite)
Braun 4 Punkte Mitte der Baulk-Linie
Blau 5 Punkte Tischmitte
Pink 6 Punkte Dreiecksspitze
Schwarz 7 Punkte Eigener Spot vor der oberen Bande

Die Werte sind das Herz des Spiels: Eine Rote zählt immer einen Punkt, die Farben von Gelb (2) bis Schwarz (7) immer mehr. Diese Maße und Werte gehören zu den Snooker Regeln, die jede Liga zugrunde legt. Wer viele Punkte in einer Aufnahme sammeln will, locht deshalb nach jeder Roten möglichst Schwarz — die wertvollste Farbe — und stellt sich dabei so, dass die nächste Rote erreichbar bleibt. Diese Abfolge aus Lochen und Stellen nennt man Break: Die Punktzahl aller Kugeln, die ein Spieler in einer Aufnahme hintereinander locht.

Queue trifft die weiße Spielkugel auf einem Snookertisch
Der Stoß: Die weiße Spielkugel wird mit dem Queue angespielt. Realistische Illustration.

Wie läuft ein Frame ab?

Ein Frame beginnt mit dem Break-off: Der anstoßende Spieler legt die weiße Spielkugel beliebig innerhalb des D und spielt den Eröffnungsstoß. Die erste Kugel, die getroffen werden muss — die sogenannte Ball on — ist eine Rote. Locht der Spieler eine Rote, bleibt er an der Reihe und muss als Nächstes eine Farbe lochen. Die Farbe darf er frei wählen; ist die Wahl aus der Stellung nicht offensichtlich, muss er sie ansagen, also dem Schiedsrichter oder dem Gegner nennen. Locht er die Farbe, wird sie sofort wieder auf ihren Spot gesetzt, und er spielt wieder auf eine Rote. So wechselt das Spiel zwischen Rot und Farbe, bis keine Rote mehr auf dem Tisch liegt.

Ein Beispiel für ein kleines Break: Rot (1 Punkt), Schwarz (7), Rot (1), Blau (5), Rot (1), Pink (6) — zusammen 21 Punkte in einer Aufnahme, ohne dass der Gegner ein einziges Mal an den Tisch gekommen wäre. Die Aufnahme endet, sobald der Spieler eine Kugel verfehlt, eine falsche Kugel zuerst trifft oder ein Foul begeht. Dann übernimmt der Gegner die Stellung, so wie sie liegt — mit einer Ausnahme nach Fouls, die im Foul-Kapitel erklärt wird.

Nach der letzten Roten ändert sich das Spiel grundlegend. Der Spieler, der die letzte Rote gelocht hat, spielt noch einmal eine Farbe nach Wahl — auch sie wird noch einmal aufgesetzt. Erst danach beginnt das Endspiel: Die Farben werden in fester Reihenfolge gelocht, Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink, Schwarz, und bleiben diesmal in den Taschen. Wer nach der letzten Schwarzen mehr Punkte hat, gewinnt das Frame. Wer zwischendurch merkt, dass der Rückstand nicht mehr aufzuholen ist, darf das Frame aufgeben — dazu mehr im Kapitel zum Frame-Ende.

Was bedeuten Respotting und Ball on?

Respotting heißt schlicht Wiederaufsetzen: Eine gelochte Farbe wird, solange noch Rote auf dem Tisch liegen, vor dem nächsten Stoß wieder auf ihren Spot gelegt. Das ist der Grund, warum dieselbe Schwarze in einem Frame mehrmals gelocht werden kann — sie kehrt nach jedem erfolgreichen Farbstoß auf ihren Platz zurück. Erst im Endspiel, wenn keine Rote mehr liegt, entfällt das Wiederaufsetzen, und jede Farbe bleibt nach dem Lochen in der Tasche.

Ist der eigene Spot einer Farbe belegt — etwa weil dort eine andere Kugel liegt — wird die Farbe auf den höchstwertigen freien Spot gelegt. Sind alle Spots belegt, legt der Schiedsrichter sie so nah wie möglich an ihren eigenen Spot. Die Regel klingt nach Detail, entscheidet aber im Wettkampf über Stellungen: Eine Schwarze, die wegen einer belegten Stelle auf dem Pink-Spot liegt, verändert das ganze Endspiel.

Die Ball on ist die Kugel, die als Nächstes getroffen werden muss: eine Rote, solange Rote liegen, danach die jeweils nächste Farbe des Endspiels — oder nach einem Foul die nominierte Free-Ball-Kugel. Von „gesnookert“ spricht man, wenn der Spielball durch Kugeln, die nicht Ball on sind, so verdeckt liegt, dass ein direkter Stoß in gerader Linie auf beide äußersten Punkte der Ball on nicht möglich ist. Gesnookert zu sein bedeutet nicht, dass gar kein Stoß möglich wäre — nur, dass der direkte Weg versperrt ist und der Spieler über eine Bande spielen muss.

Hand setzt eine schwarze Kugel auf ihren Spot zurück
Respotting: Eine gelochte Farbe wird auf ihren Spot zurückgelegt, solange Rote auf dem Tisch liegen. Realistische Illustration.

Was ist ein Foul — und was kostet es?

Die häufigsten Fouls passieren nicht beim Zielen, sondern bei der Reihenfolge und der Ballkontrolle. Nach den Snooker Regeln ist die Strafe immer dieselbe Logik: Der Gegner erhält mindestens 4 Punkte — oder den Wert der Kugel, die am Foul beteiligt war, wenn dieser höher ist als 4. Ein Foul an der Schwarzen kostet also 7 Punkte, ein Foul an der Gelben 4 Punkte. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Fälle zusammen.

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Foul Strafe für den Gegner
Weiße Spielkugel gelocht oder vom Tisch gespielt 4 Punkte; Gegner spielt mit Ball in Hand aus dem D weiter
Keine Kugel getroffen 4 Punkte
Falsche Kugel zuerst getroffen 4 Punkte oder Wert der Kugel, wenn höher (max. 7)
Falsche Kugel gelocht Wert der Kugel (4 bis 7 Punkte)
Kugel vom Tisch gespielt 4 Punkte oder Wert der Kugel, wenn höher
Jump Shot (Weiße springt über eine Kugel) 4 Punkte — Jump Shots sind beim Snooker verboten

Nach einem Foul spielt der Gegner grundsätzlich aus der liegengebliebenen Stellung weiter — mit zwei wichtigen Ausnahmen. Erstens: Wird die Weiße gelocht oder verlässt sie den Tisch, erhält der Gegner Ball in Hand und darf die Weiße beliebig innerhalb des D platzieren. Zweitens: Ist der Gegner nach einem Foul gesnookert, erhält er einen Free Ball — er darf eine beliebige andere Kugel als Ball on nominieren. Locht er diese nominierte Kugel, zählt sie wie die eigentliche Ball on; war die nominierte Kugel eine Farbe, wird sie danach wieder aufgesetzt, und das Spiel läuft normal weiter.

Eine Sonderform ist das Foul and a Miss: Verfehlt ein Spieler die Ball on und urteilt der Schiedsrichter, dass er keinen ernsthaften Versuch unternommen hat, die Kugel zu treffen, werden die Kugeln zurückgelegt, und der Gegner kann verlangen, dass der fehlbare Spieler den Stoß aus der ursprünglichen Stellung wiederholt. Gelingt der Treffer dreimal hintereinander aus derselben Position bei freier Bahn nicht, kann der Schiedsrichter nach vorheriger Verwarnung das Frame dem Gegner zusprechen. Die Regel verhindert, dass ein Spieler absichtlich immer wieder daneben spielt, um Zeit zu gewinnen oder eine Stellung zu „retten“.

Wie endet ein Frame?

Der Normalfall ist das Auslochen: Sind alle Kugeln vom Tisch, gewinnt der Spieler mit der höheren Punktzahl. Doch viele Frames enden vorher — und das ist kein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern Teil der Regeln. Liegen auf dem Tisch weniger Punkte, als der Rückstand beträgt, kann der zurückliegende Spieler das Frame aufgeben: Er braucht dann bereits gegnerische Fouls, um noch zu gewinnen, weil die verbliebenen Kugeln allein nicht mehr reichen. Im Profibereich spricht man dann davon, dass „Snookers erforderlich“ sind — der Spieler müsste den Gegner zu Fouls zwingen, um die fehlenden Punkte zu holen.

Der dramatischste Frame-Schluss ist die Re-spotted Black: Steht es nach der letzten Schwarzen unentschieden, sehen die Snooker Regeln die Re-spotted Black vor — die Schwarze wird wieder auf ihren Spot gesetzt und die Weiße aus dem D gespielt. Per Los wird entschieden, wer den ersten Stoß spielt. Wer zuerst die Schwarze locht, gewinnt das Frame; wer dabei foult, verliert es sofort. Ein Foul an der letzten Schwarzen beendet das Frame ohnehin unmittelbar — der Gegner erhält sieben Strafpunkte, und der Punktestand entscheidet.

Schwarze Kugel am Rand einer Ecktasche
Die Schwarze ist die wertvollste Kugel: 7 Punkte — und der Schlüssel zum Maximum Break. Realistische Illustration.

Was ist ein Maximum Break?

Das Maximum Break ist die höchstmögliche Punktzahl in einem Frame: 147 Punkte. Der Weg dorthin ist reine Arithmetik — und zeigt, warum die Schwarze nach jeder Roten so wichtig ist. Fünfzehn Rote, jede mit einer Schwarzen kombiniert, ergeben 15 mal 8, also 120 Punkte. Danach kommen die Farben des Endspiels dazu: Gelb (2), Grün (3), Braun (4), Blau (5), Pink (6) und Schwarz (7) ergeben zusammen 27 Punkte. 120 plus 27 ergibt 147. Wer eine Rote nur mit einer niedrigeren Farbe kombiniert — etwa mit Pink statt Schwarz —, verschenkt genau diese Differenz und kann das Maximum nicht mehr erreichen.

Ein Break von 100 oder mehr Punkten heißt Century Break und gilt schon als Marke für Weltklasse-Niveau. Für Einsteiger ist die Lehre aus dem Maximum einfacher: Nach jeder Roten die höchstmögliche Farbe zu wählen, ist nicht Angeberei, sondern die Grundlage jeder großen Aufnahme — vorausgesetzt, die Stellung für die nächste Rote bleibt spielbar.

Was sind Frame, Match und Best of?

Ein Frame ist ein einzelnes Spiel vom Break-off bis zur letzten Kugel. Ein Match besteht aus einer vorher festgelegten Anzahl von Frames und wird nach dem Best-of-Prinzip entschieden: Bei einem Best of 11 gewinnt, wer zuerst 6 Frames holt; bei einem Best of 19, wer zuerst 10 Frames holt. Die Zahl ist immer ungerade, damit es keinen Gleichstand geben kann. Zwischen den Frames wechseln die Spieler den Anstoß, und bei längeren Matches gibt es Pausen, die Sessions genannt werden.

Das bekannteste Beispiel ist das Finale der Snooker-Weltmeisterschaft im Crucible Theatre in Sheffield: Es wird über zwei Tage und vier Sessions als Best of 35 gespielt — wer zuerst 18 Frames gewinnt, ist Weltmeister. Für das Spiel zu Hause reicht fast immer die einfache Form: Best of 5 — wer zuerst drei Frames gewinnt, gewinnt das Match. Wichtig ist nur, dass Format und Frame-Zahl vor dem ersten Stoß feststehen — mitten im Match wird nichts mehr geändert.

Welche Fehler machen Einsteiger am häufigsten?

Die häufigsten Fehler gegen die Snooker Regeln passieren nicht beim Zielen, sondern bei der Reihenfolge und den Formalien. Erstens die falsche Reihenfolge: Wer nach einer Roten eine zweite Rote anspielt, statt eine Farbe zu wählen, begeht ein Foul — die Farbe ist nach jeder Roten Pflicht, nicht Kür. Zweitens die nicht angesagte Farbe: Ist die Wahl aus der Stellung nicht offensichtlich, muss die Farbe genannt werden, sonst zählt der Stoß als Foul. Drittens der Jump Shot: Anders als beim Pool ist es beim Snooker verboten, die Weiße über eine Kugel springen zu lassen — jeder Jump Shot kostet mindestens 4 Punkte.

Viertens die gelochte Weiße: Sie kostet nicht nur 4 Strafpunkte, sondern gibt dem Gegner auch noch Ball in Hand im D — die teuerste Art, eine Aufnahme zu beenden. Fünftens das missverstandene „Gesnookert“: Gesnookert zu sein heißt nicht, dass gar kein Stoß möglich ist, sondern nur, dass der direkte Stoß auf die Ball on versperrt ist — über eine Bande geht es fast immer weiter. Sechstens das zu späte Aufgeben: Wer bei uneinholbarem Rückstand endlos weiter spielt, statt das Frame aufzugeben, verzögert nur das Ergebnis. Und siebtens die vergessene Endspiel-Reihenfolge: Nach der letzten Roten und der freien Farbe müssen Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink und Schwarz in genau dieser Reihenfolge gelocht werden — eine vertauschte Farbe ist ein Foul.

FAQ

Wie viele Kugeln hat Snooker?

Snooker wird mit 22 Kugeln gespielt: 15 roten Kugeln, sechs farbigen Kugeln (Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink, Schwarz) und der weißen Spielkugel. Die Roten zählen je 1 Punkt, die Farben 2 bis 7 Punkte in aufsteigender Reihenfolge.

In welcher Reihenfolge werden die Farben am Ende gelocht?

Im Endspiel — wenn keine Rote mehr auf dem Tisch liegt und die letzte freie Farbe gespielt wurde — werden die Farben in aufsteigender Wertigkeit gelocht: Gelb (2), Grün (3), Braun (4), Blau (5), Pink (6), Schwarz (7). Im Endspiel wird keine Farbe mehr aufgesetzt.

Was passiert, wenn ich die Weiße loche?

Das Lochen der weißen Spielkugel ist ein Foul: Der Gegner erhält 4 Strafpunkte und spielt mit Ball in Hand weiter — er darf die Weiße beliebig innerhalb des D platzieren. Die Aufnahme des fehlbaren Spielers ist beendet.

Was ist ein Free Ball?

Ein Free Ball entsteht, wenn ein Spieler nach einem Foul des Gegners gesnookert ist: Er darf dann eine beliebige andere Kugel als Ball on nominieren. Locht er sie, zählt sie wie die eigentliche Ball on; war die nominierte Kugel eine Farbe, wird sie danach wieder aufgesetzt.

Was passiert bei Gleichstand nach der letzten Schwarzen?

Bei Gleichstand nach der letzten Schwarzen wird die Schwarze wieder aufgesetzt (Re-spotted Black) und die Weiße aus dem D gespielt. Per Los wird entschieden, wer beginnt; wer zuerst die Schwarze locht, gewinnt das Frame, wer dabei foult, verliert es.

Was ist ein Maximum Break?

Ein Maximum Break sind 147 Punkte: 15 Rote, jede mit der Schwarzen kombiniert (15 mal 8 = 120 Punkte), plus alle Farben des Endspiels (2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 = 27 Punkte). Ein Break ab 100 Punkten heißt Century Break.

Weiterlesen auf Sharp Magazine

Die vollständigen offiziellen Regeln stehen im Regelwerk der World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA); die deutschen Regeln führt die Deutsche Billard-Union in ihren Spielregeln Snooker.

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Emilia Emil

Emilia Emil schreibt für Sharp Magazine über Persönlichkeiten, Film und Kultur. Auf der Profilseite finden Sie die zugeordneten Beiträge sowie den Kontakt für Hinweise und Korrekturen.

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