Badminton-Regeln: Spielfeld, Aufschlag, Zählweise und Fehler im Überblick
Badminton ist eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt: Der Federball erreicht im Smash über 400 Kilometer pro Stunde, und trotzdem entscheiden oft Zentimeter über Punkt oder Fehler. Wer in der Halle spielt, braucht deshalb klare Regeln – vom Spielfeld über den Aufschlag bis zur Zählweise. Die Badminton-Regeln stehen in den Laws of Badminton der Badminton World Federation (BWF), dem Weltverband des Sports. Dieser Artikel erklärt sie vollständig, mit allen Maßen, dem Ablauf eines Satzes und den Fehlern, die den Punkt kosten.

In diesem Artikel
- Die Regeln im Überblick
- Das Spielfeld und das Netz
- Der Federball und der Schläger
- Der Aufschlag
- Die Zählweise: Rally-Point-System
- Was sich 2027 ändert: das 3×15-System
- Das Einzel
- Doppel und Mixed
- Fehler: Wann der Punkt an den Gegner geht
- Wiederholung: Wenn ein Ballwechsel neu gespielt wird
- Pausen und Verhalten
- Häufige Anfängerfehler
- Badminton und Federball: der Unterschied
- Häufige Fragen
- Weiterlesen auf Sharp Magazine
Badminton gehört in Deutschland zu den beliebtesten Hallensportarten – neben Tischtennis, dem anderen großen Rückschlagsport mit kleinem Ball. Viele spielen es in der Schule, im Verein oder in der Freizeit, und die Regeln sind in allen drei Fällen dieselben: Die BWF legt sie weltweit fest, der Deutsche Badminton-Verband (DBV) übernimmt sie für Deutschland und ergänzt sie um nationale Bestimmungen, etwa zur Hallenhöhe. Der Stand dieses Artikels ist der 5. November 2026: Aktuell gilt noch das 3×21-System, doch zum 4. Januar 2027 ändert sich die Zählweise – dazu weiter unten ein eigener Abschnitt.
Die Regeln im Überblick
Diese Übersicht fasst die wichtigsten Badminton-Regeln zusammen – die Details folgen in den Abschnitten darunter. Alle Angaben beziehen sich auf die Laws of Badminton, Version 5.0, die seit dem 26. April 2025 in Kraft sind.
Das Spielfeld und das Netz
Das Spielfeld ist ein Rechteck von 13,40 Metern Länge. Im Doppel ist es 6,10 Meter breit, im Einzel 5,18 Meter – die Seitenlinien für das Einzel liegen also jeweils 46 Zentimeter innerhalb der Doppelseitenlinien. Alle Linien sind 40 Millimeter breit und gehören zum Feld: Ein Ball, der die Linie berührt, ist im Feld. Die Diagonale des gesamten Felds misst 14,723 Meter.
Das Netz steht in der Mitte des Felds und ist 760 Millimeter tief und mindestens 6,10 Meter breit. Seine Oberkante liegt in der Mitte 1,524 Meter über dem Boden und an den Doppelseitenlinien 1,55 Meter – die Pfosten stehen auf den Doppelseitenlinien, auch im Einzel. Die vordere Aufschlaglinie liegt 1,98 Meter vom Netz entfernt, die hintere Aufschlaglinie im Doppel 0,76 Meter vor der Grundlinie. Im Einzel gibt es keine hintere Aufschlaglinie: Dort ist die Grundlinie zugleich die hintere Begrenzung des Aufschlagfelds.
Um das Feld herum braucht es freien Raum: Nach den Bestimmungen des Deutschen Badminton-Verbands müssen zwischen den Seitenlinien zweier Felder und zwischen Seitenlinie und Wand mindestens 0,30 Meter frei sein, zwischen Grundlinie und Wand 0,80 Meter und zwischen den Grundlinien zweier Felder 1,30 Meter. Auch die Hallenhöhe ist geregelt: Uneingeschränkt bespielbar ist eine Halle erst ab einer lichten Höhe von 9,00 Metern, unter 5,00 Metern ist sie nicht bespielbar. Das steht im Satzungswerk 2026/27 des Deutschen Badminton-Verbands – eine wichtige Zahl für Vereine, die eine neue Halle suchen.
Der Federball und der Schläger
Der Ball heißt im Badminton Federball oder Shuttle und besteht aus 16 Federn, die in einer Korkbasis stecken. Die Federn sind 62 bis 70 Millimeter lang, die Basis hat einen Durchmesser von 25 bis 28 Millimetern, und das Gewicht liegt zwischen 4,74 und 5,50 Gramm. Auch Kunststoffbälle sind zugelassen, doch ihre Flugeigenschaften müssen denen eines Naturfederballs ähneln – bei einem Kunststoffball darf das Gewicht um bis zu zehn Prozent abweichen.
Ob ein Ball die richtige Geschwindigkeit hat, prüft man mit dem Geschwindigkeitstest aus dem Regelwerk: Ein Spieler schlägt den Ball mit einem vollen Unterhandschlag über die hintere Grundlinie, und ein korrekt schneller Ball landet 530 bis 990 Millimeter vor der anderen Grundlinie. Im Freizeitsport spielt diese Prüfung kaum eine Rolle, im Wettkampf entscheidet sie darüber, ob ein Ball zugelassen wird.
Der Schläger ist höchstens 680 Millimeter lang und 230 Millimeter breit, die bespannte Fläche höchstens 280 mal 220 Millimeter. Am Schläger dürfen keine Gegenstände angebracht sein, die nicht dem Schutz vor Verschleiß, der Dämpfung oder der Gewichtsverteilung dienen. Anders als beim Federball im Garten – dazu weiter unten mehr – wird im Badminton mit einem echten Schläger und einem genormten Ball auf einem abgegrenzten Feld gespielt.
Der Aufschlag
Jeder Ballwechsel beginnt mit einem Aufschlag, und hier lauern die meisten Regelfehler. Der Aufschlag muss diagonal erfolgen: Der Aufschläger steht in seinem Aufschlagfeld, der Rückschläger im diagonal gegenüberliegenden Feld, und der Ball muss über das Netz ins gegnerische Aufschlagfeld fliegen. Beide dürfen die Begrenzungslinien ihrer Aufschlagfelder nicht berühren, und beide müssen mit einem Teil beider Füße Bodenkontakt haben – vom Beginn des Aufschlags bis zu seiner Ausführung, ohne dass die Füße sich bewegen.
Der Ball muss ohne Rotation losgelassen werden, und der Schläger muss zuerst die Basis des Balls treffen. Entscheidend ist die Höhe: Im Moment des Treffens muss sich der gesamte Ball unterhalb von 1,15 Metern über dem Boden befinden. Diese feste Höhe gilt seit 2018 – vorher schrieb das Regelwerk vor, dass der Ball unterhalb der Taille getroffen werden muss. Die Bewegung des Schlägers muss nach dem Beginn des Aufschlags ohne Unterbrechung vorwärts laufen, und der Aufschläger darf den Ball nicht verfehlen. Auch darf er nicht aufschlagen, bevor der Rückschläger bereit ist.
In Deutschland gilt eine Besonderheit: Bei nationalen Veranstaltungen wendet der DBV stattdessen die alternative Aufschlagregel an – der Ball muss dann unterhalb der Taille des Aufschlägers getroffen werden, und Schaft und Schlägerkopf müssen im Moment des Treffens nach unten zeigen. Nur wenn Aufschlagrichter mit den entsprechenden Messgeräten im Einsatz sind, gilt die 1,15-Meter-Regel. Wer im Verein spielt, hört deshalb oft noch die alte Taillenregel, während im internationalen Fernsehen die 1,15-Meter-Marke gilt.
Von welcher Seite aufgeschlagen wird, hängt vom Punktestand ab: Bei geradem Punktestand – einschließlich 0 – schlagen Aufschläger und Rückschläger von ihrem rechten Aufschlagfeld aus auf, bei ungeradem vom linken. Das gilt im Einzel wie im Doppel und ist der Grund, warum sich die Spieler nach fast jedem Punkt neu positionieren.
Die Zählweise: Rally-Point-System
Gezählt wird nach dem Rally-Point-System: Jeder Ballwechsel bringt einen Punkt, egal wer aufgeschlagen hat. Ein Spiel geht über Best of Three – wer zuerst zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Spiel. Einen Satz gewinnt, wer zuerst 21 Punkte erreicht, außer bei Gleichstand: Bei 20:20 gewinnt die Seite, die zuerst zwei Punkte Vorsprung herausspielt, und bei 29:29 gewinnt die Seite, die den 30. Punkt macht. Das Rally-Point-System gilt seit 2006 und hat die alte Zählweise abgelöst, bei der nur die aufschlagende Seite punkten konnte.
Die Seiten werden nach dem ersten Satz gewechselt, nach dem zweiten Satz, wenn es einen dritten Satz gibt, und im dritten Satz, sobald eine Seite zuerst 11 Punkte erreicht. Der Gewinner eines Satzes schlägt im nächsten Satz zuerst auf. Eine Pause von höchstens 60 Sekunden gibt es in jedem Satz, sobald die führende Seite 11 Punkte erreicht hat; zwischen den Sätzen sind höchstens 120 Sekunden erlaubt.
Vor dem Spiel wird ausgelost: Der Gewinner der Auslosung darf wählen, ob er zuerst aufschlägt oder den Aufschlag annimmt – oder auf welcher Feldseite er beginnt. Der Verlierer bekommt die jeweils andere Wahl. Diese Auslosung entscheidet auch darüber, wer im ersten Satz von welcher Seite startet.
Was sich 2027 ändert: das 3×15-System
Die Badminton-Regeln ändern sich zum 4. Januar 2027: Die BWF hat auf ihrer Jahreshauptversammlung am 25. April 2026 in Horsens in Dänemark mit 198 zu 43 Stimmen beschlossen, die Zählweise von 3×21 auf 3×15 umzustellen. Ein Spiel besteht weiterhin aus Best of Three, doch ein Satz geht dann nur noch bis 15 Punkte. Bei 14:14 gewinnt die Seite, die zuerst zwei Punkte Vorsprung erreicht, und bei 20:20 entscheidet der 21. Punkt. Die Pause im Satz gibt es dann schon bei 8 Punkten, und im dritten Satz wird bei 8 Punkten die Seite gewechselt.
Nach Angaben der BWF soll das neue System kürzere, spannendere Sätze bringen. Getestet wurde es 2025 bei ausgewählten Turnieren, darunter nationale Meisterschaften und die Junioren-Weltmeisterschaft. Das alte 3×21-System bleibt als Alternative im Regelwerk erhalten, und nationale Verbände dürfen bei ihren eigenen Veranstaltungen weiterhin bis 21 spielen lassen. Für den deutschen Vereinssport ändert sich also zunächst nichts, solange der DBV nichts anderes festlegt.
Wichtig für alle, die diesen Artikel lesen: Der Stand ist der 5. November 2026. Bis zum 3. Januar 2027 gilt das 3×21-System, das in den Abschnitten oben beschrieben ist. Erst ab dem 4. Januar 2027 gilt 3×15 – wer also im Winter 2026/27 ein Turnier spielt, sollte vorher klären, nach welchem System gespielt wird.
Das Einzel
Im Einzel stehen sich zwei Spieler gegenüber. Der Aufschläger schlägt bei geradem Punktestand von seinem rechten Aufschlagfeld aus auf, bei ungeradem vom linken – der Rückschläger steht jeweils diagonal gegenüber. Gewinnt der Aufschläger den Ballwechsel, bekommt er einen Punkt und schlägt erneut auf, diesmal vom anderen Aufschlagfeld aus. Gewinnt der Rückschläger den Ballwechsel, bekommt er den Punkt und wird selbst zum Aufschläger.
Im Einzel ist das Feld schmaler als im Doppel: Die Seitenlinien für das Einzel liegen 46 Zentimeter innerhalb der Doppelseitenlinien, dafür ist das Feld nach hinten länger – die hintere Aufschlaglinie des Doppels gibt es im Einzel nicht, die Grundlinie ist zugleich die hintere Begrenzung. Wer im Einzel die Doppelseitenlinie als Grenze nimmt, spielt den Ball fälschlich ins Aus: Ein Ball, der zwischen Einzel- und Doppelseitenlinie landet, ist im Einzel aus, im Doppel im Feld.
Doppel und Mixed
Im Doppel spielen zwei gegen zwei, im Mixed ein Mann und eine Frau gegen ein gemischtes Paar. Die Regeln für den Aufschlag sind dieselben wie im Einzel: Bei geradem Punktestand der aufschlagenden Seite wird von rechts aufgeschlagen, bei ungeradem von links. Der Rückschläger, der zuletzt aufgeschlagen hat, bleibt in seinem Aufschlagfeld, und die Spieler wechseln ihre Aufschlagfelder erst, wenn sie bei eigenem Aufschlag einen Punkt gewinnen.
Die Aufschlagfolge im Doppel ist festgelegt: Zuerst schlägt der Spieler auf, der das Spiel begonnen hat, dann der Partner des ersten Rückschlägers, dann der Partner des ersten Aufschlägers, dann der erste Rückschläger – und so weiter. Wer einmal aufgeschlagen hat, schlägt erst wieder auf, wenn die eigene Seite bei eigenem Aufschlag gepunktet hat. Einen Aufschlagfehler gibt es auch, wenn der falsche Spieler aufschlägt oder der Ball vom falschen Rückschläger angenommen wird.
Zu Beginn eines neuen Satzes darf jeder Spieler der gewinnenden Seite zuerst aufschlagen. Im Doppel ist das Feld breiter als im Einzel: Die Doppelseitenlinien sind die äußeren Grenzen, und die hintere Aufschlaglinie liegt 0,76 Meter vor der Grundlinie. Ein Aufschlag, der hinter dieser Linie landet, ist zu lang – im Einzel dagegen wäre derselbe Ball noch im Feld, weil dort die Grundlinie zählt.
Fehler: Wann der Punkt an den Gegner geht
Ein Fehler bedeutet: Der Ballwechsel ist vorbei, und die gegnerische Seite bekommt den Punkt – und im Zweifel auch den Aufschlag. Die häufigsten Fehler sind schnell erklärt, doch im Spiel passieren sie oft unbemerkt. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Fehler nach dem Regelwerk auf.
Eine Feinheit verdient einen eigenen Hinweis: Trifft ein Spieler den Ball in einem einzigen Schlag zuerst mit dem Kopf des Schlägers und danach mit den Saiten, ist das kein Fehler – der Schlag zählt. Erst wenn der Ball zweimal in zwei getrennten Bewegungen getroffen wird, geht der Punkt an den Gegner. Auch ein absichtliches Ablenken – etwa durch Rufen oder Gesten, während der Gegner schlägt – ist ein Fehler; bei wiederholten Verstößen kann der Schiedsrichter den Spieler disqualifizieren.
Wiederholung: Wenn ein Ballwechsel neu gespielt wird
Manchmal wird ein Ballwechsel wiederholt statt gewertet – das nennt das Regelwerk Let. Ein Let gibt es etwa, wenn der Aufschläger aufschlägt, bevor der Rückschläger bereit ist, wenn beide Seiten beim Aufschlag einen Fehler machen oder wenn der Ball sich während des Spiels auflöst, etwa wenn sich die Basis vom Federkranz löst. Auch wenn der Ball nach einem Rückschlag im Netz hängen bleibt oder vom Netz aufgefangen wird, gibt es eine Wiederholung.
Ein Let kann auch der Schiedsrichter anordnen, wenn eine unvorhergesehene Situation das Spiel stört oder ein Linienrichter den Ball nicht sehen konnte und der Schiedsrichter keine Entscheidung treffen kann. Bei einer Wiederholung zählt der gespielte Ballwechsel nicht, und der Spieler, der zuletzt aufgeschlagen hat, schlägt erneut auf. Der Punktestand bleibt dabei unverändert.
Pausen und Verhalten
Das Spiel läuft ohne Unterbrechung vom ersten Aufschlag bis zum Ende – nur die Pausen aus dem Regelwerk sind erlaubt. In jedem Satz gibt es höchstens 60 Sekunden Pause, sobald die führende Seite 11 Punkte erreicht hat, und zwischen den Sätzen höchstens 120 Sekunden. In diesen Pausen dürfen die Spieler den Platz verlassen und sich beraten lassen; während eines Ballwechsels ist Beratung nur erlaubt, wenn der Ball nicht im Spiel ist.
Wer das Spiel verzögert, sich unsportlich verhält oder Anweisungen missachtet, wird zuerst verwarnt. Bei einem weiteren Verstoß geht ein Punkt an den Gegner, und bei schweren oder wiederholten Verstößen meldet der Schiedsrichter den Spieler dem Oberschiedsrichter, der ihn disqualifizieren kann. Auch das Verlassen des Felds ohne Erlaubnis des Schiedsrichters ist ein Verstoß – außer in den Pausen.
Häufige Anfängerfehler
Wer die Badminton-Regeln kennt, vermeidet die Fehler, die Anfänger am häufigsten Punkte kosten. Die folgenden fünf sind in fast jeder Freizeitrunde zu sehen – und alle lassen sich mit ein wenig Aufmerksamkeit abstellen.
Falsches Aufschlagfeld: Viele schlagen immer von derselben Seite auf. Dabei bestimmt der eigene Punktestand die Seite – gerade von rechts, ungerade von links. Wer sich das einmal merkt, macht diesen Fehler nie wieder.
Zu hoher Aufschlag: Der Ball wird zu oft auf Brusthöhe oder höher getroffen. Die Regel ist eindeutig: Der gesamte Ball muss im Moment des Treffens unterhalb von 1,15 Metern sein – im deutschen Vereinssport gilt stattdessen die Taillenregel. Ein Blick auf die eigene Trefferhöhe vor dem Aufschlag hilft.
Netzberührung: Nach einem harten Ball ans Netz greifen viele Spieler mit dem Schläger ins Netz, um den Ball zu retten. Das ist ein Fehler – sobald der Schläger das Netz berührt, geht der Punkt an den Gegner. Lieber den Ball verloren geben als den Punkt.
Falsche Feldgröße: Im Einzel wird oft die Doppelbreite als Grenze genommen. Dabei ist der Ball zwischen Einzel- und Doppelseitenlinie im Einzel aus. Wer Einzel spielt, sollte sich die inneren Linien einprägen – sie sind 46 Zentimeter von den äußeren entfernt.
Aufschlag vor Bereitschaft: Der Aufschläger beginnt, während der Rückschläger noch nicht steht. Das ist nicht nur unhöflich, sondern führt zu einer Wiederholung – der Ballwechsel muss neu gespielt werden. Ein kurzer Blick zum Gegner vor dem Aufschlag genügt.
Badminton und Federball: der Unterschied
Im Alltag werden Badminton und Federball oft verwechselt, doch es sind zwei verschiedene Spiele. Federball ist das Spiel im Garten: Zwei Spieler halten den Ball möglichst lange in der Luft, ohne Netz, ohne Feld und ohne Punkte. Badminton ist der Wettkampfsport: mit Netz, mit festen Feldmaßen, mit Zählweise und mit dem Regelwerk der BWF. Wer Federball kann, hat für Badminton schon ein gutes Ballgefühl – aber die Regeln muss er erst lernen.
Der Name Badminton stammt vom Landsitz Badminton House in England, wo das Spiel im 19. Jahrhundert populär wurde. Zuvor war es in Indien unter dem Namen Poona bekannt. Seit 1992 ist Badminton olympisch – die ersten olympischen Turniere fanden in Barcelona statt. Heute ist es eine der weltweit meistgespielten Sportarten, mit Millionen von Spielern in Asien und Europa.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Netz beim Badminton?
In der Mitte ist das Netz 1,524 Meter hoch, an den Doppelseitenlinien 1,55 Meter. Die Pfosten sind 1,55 Meter hoch und stehen auf den Doppelseitenlinien – auch im Einzel. Gemessen wird immer vom Boden des Felds bis zur Oberkante des Netzes.
Wie viele Punkte braucht man für einen Satz?
Einen Satz gewinnt, wer zuerst 21 Punkte erreicht – außer bei Gleichstand. Bei 20:20 braucht es zwei Punkte Vorsprung, bei 29:29 entscheidet der 30. Punkt. Ab dem 4. Januar 2027 gilt das neue 3×15-System: Dann genügen 15 Punkte, bei 14:14 braucht es zwei Punkte Vorsprung, und bei 20:20 entscheidet der 21. Punkt.
Was ist der häufigste Fehler beim Aufschlag?
Der häufigste Fehler ist ein zu hoher Treffpunkt: Der Ball muss im Moment des Treffens vollständig unterhalb von 1,15 Metern sein. Ebenfalls häufig: Der Aufschläger berührt eine Linie seines Aufschlagfelds, bewegt die Füße vor dem Treffen oder schlägt auf, bevor der Rückschläger bereit ist. Alle diese Fehler geben den Punkt an den Gegner.
Darf der Ball das Netz berühren?
Ja – solange er danach ins gegnerische Feld fliegt, zählt der Ballwechsel weiter. Bleibt der Ball nach einem Aufschlag im Netz hängen oder wird er vom Netz aufgefangen, ist das beim Aufschlag ein Fehler. Bleibt er nach einem Rückschlag im Netz hängen, gibt es eine Wiederholung. Den Spieler selbst darf der Ball übrigens nicht berühren: Das ist immer ein Fehler.
Wie funktioniert der Aufschlag im Doppel?
Im Doppel schlägt die Seite auf, die den letzten Ballwechsel gewonnen hat. Bei geradem Punktestand wird von rechts aufgeschlagen, bei ungeradem von links. Die Spieler wechseln ihre Aufschlagfelder erst, wenn sie bei eigenem Aufschlag einen Punkt gewinnen, und die Aufschlagfolge ist festgelegt: erst der Spieler, der begonnen hat, dann der Partner des ersten Rückschlägers, dann der Partner des ersten Aufschlägers und schließlich der erste Rückschläger.
Was ändert sich ab 2027?
Die Badminton-Regeln sehen ab dem 4. Januar 2027 das 3×15-System vor: Ein Satz geht bis 15 Punkte statt bis 21, die Pause im Satz gibt es bei 8 statt bei 11 Punkten, und im dritten Satz wird bei 8 statt bei 11 Punkten die Seite gewechselt. Das alte 3×21-System bleibt als Alternative erhalten. Bis zum 3. Januar 2027 gilt weiterhin 3×21.
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