Daniel Sträßer: Biografie, Filme und die Tatort-Rolle als Adam Schürk

In diesem Artikel
- Wie alt ist Daniel Sträßer? Herkunft und Familie
- Wo hat Daniel Sträßer Schauspiel studiert?
- Welche Rollen spielte Daniel Sträßer am Burgtheater?
- Wie gelang Daniel Sträßer der Durchbruch im Kino?
- In welchen Filmen und Serien war Daniel Sträßer zu sehen?
- Wen spielt Daniel Sträßer im „Tatort“?
- Ist Daniel Sträßer verheiratet? Sein Privatleben
- Welche Auszeichnungen hat Daniel Sträßer erhalten?
- Filmografie in Auswahl
- Häufig gestellte Fragen
- Weiterlesen auf Sharp Magazine
Daniel Sträßer gehört zu den spannendsten Gesichtern des deutschen Fernsehens: Der 1987 im Saarland geborene Schauspieler ermittelt seit 2020 als Hauptkommissar Adam Schürk im Saarbrücker „Tatort“ — an der Seite von Vladimir Burlakov als Leo Hölzer. Doch lange bevor ihn Millionen Zuschauer als Kommissar kannten, feierte der heute 39-Jährige Erfolge auf den Brettern des Wiener Burgtheaters und wurde für seine Kinorolle in „Der letzte Tanz“ für den Österreichischen Filmpreis nominiert. Ein Porträt über Karriere, Herkunft und Privatleben.
Wie alt ist Daniel Sträßer? Herkunft und Familie
Daniel Sträßer wurde am 18. Juli 1987 in Völklingen im Saarland geboren und ist damit 39 Jahre alt. Aufgewachsen ist er in seiner saarländischen Heimat — und dorthin kehrt er beruflich regelmäßig zurück: Seit 2020 ermittelt er als Kommissar im Saarbrücker „Tatort“, nur wenige Kilometer von seinem Geburtsort entfernt.
Die Bühne entdeckte Sträßer früh: Bereits als Schüler einer Waldorfschule stand er auf den Brettern — eine Erfahrung, die seinen Berufswunsch prägte. Anders als viele Kollegen, die über Umwege zur Schauspielerei finden, war sein Weg früh klar: Nach dem Abitur bewarb er sich an einer der renommiertesten Schauspielschulen des deutschsprachigen Raums.
Wo hat Daniel Sträßer Schauspiel studiert?
Von 2007 bis 2012 studierte Daniel Sträßer Schauspiel an der Universität Mozarteum in Salzburg. Schon während der Ausbildung sammelte er erste professionelle Erfahrungen: 2009 engagierte ihn das Ensemble Klang 21 für das Taschenopernfestival Salzburg, wo er in der Musiktheaterproduktion „Mahlzeit“ von Hans-Peter Jahn unter der Regie von Thierry Bruehl mitwirkte.
Der entscheidende Moment seiner Ausbildung kam 2011: Bei einer Universitätsproduktion im Rahmen des Hamburger Nachwuchs-Wettbewerbs wurde der Chefdramaturg des Wiener Burgtheaters auf ihn aufmerksam. Noch im selben Jahr — vor seinem Studienabschluss — debütierte Sträßer am Burgtheater als Romeo in Shakespeares „Romeo und Julia“. Als seine wichtigsten Lehrer nennt er Uwe Berend, den früheren Schauspielleiter des Mozarteums, sowie Kai Ohrem, damals Gastdozent und heute Professor an der Universität. 2011 war er außerdem bei den Salzburger Festspielen in „Ein Sommernachtstraum“ zu sehen.
Welche Rollen spielte Daniel Sträßer am Burgtheater?
Das Wiener Burgtheater — eines der renommiertesten Sprechtheater Europas — wurde für mehrere Jahre Sträßers künstlerische Heimat. Sein Einstand als Romeo in der Inszenierung von David Bösch brachte ihm 2012 prompt eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis als bester Nachwuchsschauspieler ein.
Es folgten zahlreiche weitere Rollen am Haus: Er spielte den Harry in Simon Stephens‘ „Wastwater“ (Regie: Stephan Kimmig), den Ficsur in Molnárs „Liliom“ (Regie: Barbara Frey) und den Rosenkranz in Shakespeares „Hamlet“ (Regie: Andrea Breth, Spielzeit 2013/14). In der Spielzeit 2013/14 wirkte er zudem in der vielbeachteten Zeitzeugenproduktion „Die letzten Zeugen“ von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann mit, die sich mit den Novemberpogromen von 1938 auseinandersetzte und zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen wurde.
Einen weiteren Karrierehöhepunkt am Burgtheater markierte 2014 seine Darstellung des Konstantin in Tschechows „Die Möwe“ am Akademietheater (Regie: Jan Bosse) — dafür wurde er für den Nestroy-Theaterpreis als bester Schauspieler nominiert. Heute gehört Sträßer nicht mehr zum festen Ensemble des Burgtheaters; seinen Schwerpunkt hat er auf Film und Fernsehen verlagert.
Wie gelang Daniel Sträßer der Durchbruch im Kino?
Sein Kinodebüt gab Daniel Sträßer 2014 in der österreichischen Produktion „Der letzte Tanz“ von Houchang Allahyari. An der Seite von Erni Mangold verkörperte er den Zivildiener Karl Streiner, der eine emotionale und schließlich auch sexuelle Beziehung zu einer an Alzheimer erkrankten Patientin entwickelt — und dafür verhaftet, wegen Vergewaltigung angeklagt und verurteilt wird. Die schwierige Rolle brachte ihm 2015 eine Nominierung für den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Darsteller ein.
Im selben Jahr war er in Sylke Enders‘ Coming-of-Age-Geschichte „Schönefeld Boulevard“ als sarkastischer Kumpel einer introvertierten Außenseiterin zu sehen. 2015 holte ihn Christian Petzold für die „Polizeiruf 110″-Folge „Kreise“, in der er den verdächtigen Sohn eines Mordopfers spielte. 2016 folgte eine ganze Reihe von Kinorollen: In „Aufbruch“ verkörperte er Godehard van Keuken, in Dieter Berners „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ den Dom Osen, und in Christian Schwochows Ken-Follett-Verfilmung „Die Pfeiler der Macht“ gehörte er als Edward Pilaster zur Kernbesetzung. Ebenfalls 2016 war er in Vincent Perez‘ „Jeder stirbt für sich allein“ (nach Hans Fallada) und in Cordula Kablitz-Posts‘ „Lou Andreas-Salomé“ zu sehen.

In welchen Filmen und Serien war Daniel Sträßer zu sehen?
Nach dem Kino-Durchbruch blieb Sträßer ein gefragter Darsteller für Film und Fernsehen. 2017 spielte er in der ARD-Serie „Charité“, 2018 in „Charlotte Link: Die Betrogene“ den Denis Shove. 2019 war er in Miguel Alexandres „La Palma“ als Markus bzw. Pablo zu sehen, 2020 folgten Visar Morinas vielbeachtetes Drama „Exil“ (als Georg) und die Sky-Serie „Hausen“. Im selben Jahr übernahm er in „Ein Schritt zu viel“ die Rolle des Josch von Holst.
2021 spielte er in Nikias Chryssos‘ „A Pure Place“ den Siegfried, 2022 in „Funeral for a Dog“ den Felix Blaumeiser sowie in Natja Brunckhorsts „Alles in bester Ordnung“. 2023 war er in „Conti – Meine zwei Gesichter“ als Matt Westphal zu sehen. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen „Blindgänger“ (2024, als Ben Glaser), der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“ (2025, als Böhm) und „Das Märchen vom Schwanensee“ aus der Reihe „Sechs auf einen Streich“ (2025). Für 2026 sind unter anderem „Sarah Kohr – Bis auf den Grund“ und der „Havelland-Krimi – Hinter der Fassade“ angekündigt.

Wen spielt Daniel Sträßer im „Tatort“?
Seit 2020 verkörpert Daniel Sträßer den Hauptkommissar Adam Schürk im Saarbrücker „Tatort“. Im März 2019 hatte der Saarländische Rundfunk bekannt gegeben, dass Sträßer gemeinsam mit Vladimir Burlakov das neue Ermittlerteam des Saarlandes bilden wird: Schürk und Leo Hölzer lösten das vorherige Team ab und sollten den Saarbrücken-„Tatort“ als junge Generation neu prägen.
Der Einstand gelang am 13. April 2020 (Ostermontag) mit „Das fleißige Lieschen“, der 1128. Folge der Reihe. Gleich die erste Szene machte klar, was für ein Typ Schürk ist: Als er miterlebt, wie ein Vater seinen Sohn verbal misshandelt, schlägt er den Mann kurzerhand nieder. Sein Kollege Hölzer ist das Gegenstück — zurückhaltender, von der Dienstaufsicht beobachtet, weil er bei einem Einsatz angeblich zu zögerlich von der Schusswaffe Gebrauch gemacht hatte. Was die beiden Figuren verbindet: eine gemeinsame Kindheit und ein Geheimnis. Nach 15 Jahren sehen sie sich als neue Kollegen auf dem Saarbrücker Kommissariat wieder.
Mit Schürk und Hölzer setzte der Saarländische Rundfunk bewusst auf eine junge Generation: Zwei Ermittler Anfang dreißig, die den Saarbrücken-„Tatort“ neu erfinden sollten — weg vom klassischen Kommissarstyp, hin zu vielschichtigen Charakteren mit Ecken und Kanten. Dass das Konzept aufging, zeigen die seither regelmäßig produzierten Fälle. Übrigens: Im allerersten Saarbrücken-Fall war auch Moritz Führmann zu sehen — er spielte den Konrad Hofer.
2022 wurde das Duo zum Quartett erweitert: Brigitte Urhausen als Esther Baumann und Ines Marie Westernströer als Pia Heinrich stießen dazu, seither ermitteln vier Hauptkommissare in Saarbrücken. Unterstützt wird das Team von Rechtsmedizinerin Dr. Henny Wenzel (Anna Böttcher).
Die Fälle von Schürk und Hölzer im Überblick:
- 2020: „Das fleißige Lieschen“ (erster Fall, 13. April 2020)
- 2021: „Der Herr des Waldes“
- 2022: „Das Herz der Schlange“
- 2023: „Die Kälte der Erde“
- 2024: „Der Fluch des Geldes“
- 2025: „Das Ende der Nacht“ (Januar 2025 — mit dramatischem Cliffhanger: Nach einer Bombenexplosion bei einer Geiselnahme in einem Bunker lag Hölzer leblos am Boden)
- 2026: „Das Böse in dir“ (8. Februar 2026 — Hölzers Rückkehr in den Dienst; der Fall führt in Baumanns Heimatdorf Hohenweiler an der französischen Grenze)
Der nächste Fall ist bereits abgedreht: „Die Narben der Zeit“ wurde von Februar bis März 2026 in und um Saarbrücken gedreht. Regie führte Melanie Waelde, die auch das Drehbuch nach einem Konzept von Hendrik Hölzemann schrieb; produziert wurde von der Bavaria Fiction im Auftrag der ARD Degeto und des Saarländischen Rundfunks. Inhaltlich sollen scheinbar unabhängige Verbrechen miteinander verwoben werden — Details hält der Sender noch zurück. Ein Sendetermin steht noch aus; sobald er bekannt ist, erfährt man ihn hier.
Ist Daniel Sträßer verheiratet? Sein Privatleben
Über sein Privatleben spricht Daniel Sträßer nur selten öffentlich — und das bewusst. Bekannt ist: Er hat drei Kinder und ist liiert. Den Namen seiner Partnerin hält er aus der Öffentlichkeit heraus. In einem Interview mit dem Stadtmagazin „Mit Vergnügen“ sagte er einmal über die Liebe: „Ich glaube, dass echte Liebe nicht enden kann.“
Sein Zuhause hat Sträßer in Berlin, wo er zwischen den Dreharbeiten lebt. Mit 1,90 Meter Körpergröße, blauen Augen und blonden Haaren entspricht er optisch dem klassischen nordischen Typ — was ihm in der Branche schon früh das Etikett des „nicht ganz unattraktiven“ Ermittlers einbrachte, wie die „Focus“-Redaktion bei einem Interview mit dem neuen Saarbrücken-Team scherzte. Dabei ist Sträßer das Gegenteil eines reinen Fernsehgesichts: Seine Theaterjahre in Wien haben ihn als Charakterdarsteller geprägt, der auch sperrige Rollen nicht scheut — vom Alzheimer-Drama bis zum Historiendrama.
Neben der Schauspielerei ist Sträßer musikalisch: Er spielt Fagott, Gitarre und Klavier und verfügt als Sänger über eine Bariton-Stimmlage. Außerdem spricht er den wienerischen Dialekt — ein Überbleibsel seiner Burgtheater-Jahre in Wien — und gutes Englisch.
Welche Auszeichnungen hat Daniel Sträßer erhalten?
- 2012: Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis als bester Nachwuchsschauspieler (als Romeo in „Romeo und Julia“, Burgtheater Wien)
- 2014: Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis als bester Schauspieler (als Konstantin in „Die Möwe“, Akademietheater Wien)
- 2015: Nominierung für den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Darsteller (für „Der letzte Tanz“)
Darüber hinaus war die Produktion „Die letzten Zeugen“, an der er 2013/14 am Burgtheater mitwirkte, zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen — eine der höchsten Auszeichnungen für deutschsprachiges Theater.
Filmografie in Auswahl
Kino: Der letzte Tanz (2014), Schönefeld Boulevard (2014), Aufbruch (2016), Jeder stirbt für sich allein (2016), Die Pfeiler der Macht (2016), Lou Andreas-Salomé (2016), Egon Schiele: Tod und Mädchen (2016), La Palma (2019), Exil (2020), A Pure Place (2021), Funeral for a Dog (2022), Conti – Meine zwei Gesichter (2023), Blindgänger (2024)
Fernsehen (Auswahl): Polizeiruf 110: Kreise (2015), Charité (2017), Charlotte Link: Die Betrogene (2018), Hausen (2020), Ein Schritt zu viel (2020), Alles in bester Ordnung (2022), Die Nichte des Polizisten (2025), Sechs auf einen Streich: Das Märchen vom Schwanensee (2025), Sarah Kohr: Bis auf den Grund (2026), Havelland-Krimi: Hinter der Fassade (2026), Tatort Saarbrücken (seit 2020, als Adam Schürk)
Weitere Details zu Leben und Karriere finden sich unter anderem bei Wikipedia, in der ausführlichen Biografie bei filmportal.de sowie in der Wikipedia-Seite zum ersten Saarbrücken-Fall „Das fleißige Lieschen“. Über das neue Ermittlerteam berichtete unter anderem 1&1; eine Übersicht aller aktuellen Teams bietet Vodafone featured. Hintergrund zum Saarland-„Tatort“ liefert auch rtv.de, aktuelle Team-Übersichten freenet.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Daniel Sträßer?
Daniel Sträßer ist 39 Jahre alt. Er wurde am 18. Juli 1987 in Völklingen im Saarland geboren.
Wen spielt Daniel Sträßer im „Tatort“?
Seit 2020 spielt er Hauptkommissar Adam Schürk im Saarbrücker „Tatort“. Sein Partner ist Leo Hölzer, gespielt von Vladimir Burlakov. Seit 2022 gehören außerdem Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) zum Ermittlerteam.
Ist Daniel Sträßer verheiratet?
Über seinen Familienstand ist wenig bekannt: Sträßer hat drei Kinder und ist liiert. Den Namen seiner Partnerin hält er bewusst aus der Öffentlichkeit heraus.
Woher kommt Daniel Sträßer?
Er stammt aus Völklingen im Saarland, wo er 1987 geboren wurde. Heute lebt er in Berlin.
Wie groß ist Daniel Sträßer?
Laut seiner Agentur ist er 1,90 m groß, hat blaue Augen und blonde Haare.
Hat Daniel Sträßer einen Preis gewonnen?
Er war mehrfach nominiert: 2012 und 2014 für den Nestroy-Theaterpreis (als bester Nachwuchsschauspieler bzw. bester Schauspieler) sowie 2015 für den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Darsteller für „Der letzte Tanz“.
Wann kommt der nächste Saarbrücken-„Tatort“ mit Daniel Sträßer?
Der nächste Fall „Die Narben der Zeit“ wurde im Frühjahr 2026 gedreht. Ein Sendetermin steht noch aus.
Weiterlesen auf Sharp Magazine
- Karoline Schuch: Biografie, Filme und die neue „Tatort“-Rolle als Elli Krieger
- Jasna Fritzi Bauer: Biografie, Filme und die Tatort-Rolle als Liv Moormann
- Almila Bağrıaçık: Filme, Karriere und ihre aktuelle „Tatort“-Rolle
- Moritz Führmann – Biografie, Filme und Privatleben
- Tony Curtis: Biografie, Filme und „Die 2″
- Franziska Castell im Porträt



Kommentare